Polizist gesteht vor Gericht zwei Banküberfälle

MÖNCHENGLADBACH - Ein 37-jähriger Polizist hat vor Gericht zwei Banküberfälle in Erkelenz und Wegberg gestanden. "Was in der Anklageschrift steht, ist leider alles richtig", sagte sein Verteidiger am Freitag beim Prozessauftakt vor dem Landgericht Mönchengladbach.

Bei den Überfällen soll der Polizist die Bankangestellten mit einer täuschend echt aussehenden Spielzeugpistole bedroht und insgesamt 22 000 Euro erbeutet haben. Der Vorsitzende Richter regte an, die Schuldfähigkeit des Angeklagten zu prüfen.

Der Polizeibeamte hatte sich 2009 bei einem Einsatz eine schwere Knieverletzung zugezogen. Die Heilung sei nicht vorangegangen, sagte er vor Gericht. Nach dem Dienstunfall habe sich ihr Mann sehr verändert und immer mehr zurückgezogen, berichte seine Frau den Richtern. Vor seiner Festnahme sei ihr der Gedanke gekommen, dass ihr Mann wieder spielsüchtig sein könnte. Später habe sie stapelweise unbezahlte Rechnungen gefunden. Rund 520 000 Euro standen demnach offen.

Als wegen 911 Euro der Gerichtsvollzier kam, habe der Angeklagte im Januar 2012 die erste Bank überfallen, stellte der Anwalt fest. Auch nach einem erneuten Besuch des Gerichtsvollziehers habe er seine Probleme weiter vor seiner Frau vertuscht. Nach dem zweiten Banküberfall im April 2013 war der Polizist von einem Passanten verfolgt und gestellt worden. - lnw

Quelle: wa.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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