Einbrecher-Jagd in NRW / Video online

Polizei-Großkontrolle bringt "wertvolle Erkenntnisse"

[UPDATE 22 Uhr] WESTFALEN/HAMM/SOEST/MK - Die Polizei will organisierte Diebesbanden und Einbrecher mit Großeinsätzen stellen. Am Mittwoch waren Beamte im Regierungsbezirk Arnsberg unterwegs. Sie wurden fündig.

Die Polizei ist mit einem Großeinsatz gegen das organisierte Verbrechen vorgegangen. Bei umfangreichen Kontrollen im Regierungsbezirk Arnsberg wurden am Mittwoch bis zum frühen Abend mehr als 8000 Menschen und 6400 Fahrzeuge kontrolliert, wie die federführende Dortmunder Polizei in einer vorläufigen Bilanz mitteilte. Bereits im Tagesverlauf hatte sie berichtet, dass drei Verdächtige festgenommen sowie zwei Haftbefehle vollstreckt wurden.

"Die massive Polizeipräsenz von rund 1700 Einsatzkräften im gesamten Regierungsbezirk Arnsberg, darunter auch mehrere Hundertschaften der Bereitschaftspolizei, hat sich gelohnt", sagte Einsatzleiter Gerhard Böckmann. Potenzielle Straftäter seien aufgeschreckt und verunsichert worden. Die Ermittlungskommissionen der Kriminalpolizei hätten wertvolle Erkenntnisse über Verdächtige und deren Reisebewegungen, Strukturen und Verbindungen erlangt.

Die Beamten machten beim ersten Schwerpunktkontrolltag des Jahres Jagd auf Wohnungseinbrecher, Buntmetall- und Taschendiebe. Das Einsatzgebiet lag zwischen Bochum, Winterberg und Siegen. Im vergangenen Jahr hatte die Polizei bei Schwerpunktkontrollen in Westfalen und im Rheinland Dutzende Straftäter gefasst.

Bilanz der Polizei Hamm

Bilanz der Polizei Kreis Unna

Bilanz der Polizei Kreis Soest

Bilanz der Polizei Märkischer Kreis

Dieses Mal hatten Einsatzkräfte an Fernstraßen und Autobahnen 90 Kontrollpunkte eingerichtet und ein engmaschiges Fahndungsnetz gespannt. Kontrolliert wurde an Straßen im östlichen Ruhrgebiet und in Südwestfalen, aber auch gezielt in Wohnungen, in denen Täter oder Diebesgut vermutet wurden.

In Dortmund nahm die Polizei bereits am Vormittag in Wohnungen Verdächtige fest und beschlagnahmte unverzollte Zigaretten. Ebenfalls entdeckte sie Diebesgut wie eine Kamera in einer Wohnung oder einen Motorroller auf einer Lkw-Ladefläche. Auf Schrottplätzen führten die Beamten zusätzlich Präventionsgespräche. In Zügen überprüfte die Bundespolizei Ausweise.

Die Aktion richtete sich gegen straff organisierte Banden vorwiegend aus Südosteuropa, die für ihre Taten schnell anreisen und ebenso schnell wieder verschwinden wollen, erläuterte die Polizei. Bisherige Ermittlungen hätten gezeigt, dass solche Banden vor allem die gut ausgebaute Infrastruktur von Autobahnen und Fernstraßen nutzen. Sie seien nicht nur für Einbrüche, sondern oft auch für Trickdiebstähle verantwortlich.

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Quelle: wa.de

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