Irre Geschichte aus Kierspe

Polizei sucht entführtes Kaninchen - und findet Drogenhändler

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Ein Deutscher Riese (Symbolbild) wurde gestohlen. Als das Tier dann von der Polizei zurückgeholt wurde, fanden die Beamten eine größere Menge Drogen.

Kierspe - Tierisches Glück hatten Polizisten im Sauerland, die auf der Suche nach einem gestohlenen Kaninchen waren. Die Beamten konnten nicht nur das stattliche Tier aus der Hand seiner „Entführer“ befreien. Sie fingen auch einen "dicken Fisch".

In der Nacht zu Karfreitag wurde ein Kaninchenstall auf einem Grundstück an der Kiesper Straße Im Hofe aufgebrochen. Der Deutsche Riese, der dort sein Zuhause hatte, wurde entwendet. Die Besitzer des Kaninchens wollten sich mit ihrem Verlust nicht abfinden – und machten sich selbst auf die Suche nach ihrem Mitbewohner.

Knapp eine Woche später, am Mittwoch vergangener Woche (24. April) wurden sie dann fündig. Auf dem Balkon eines Wohnhauses entdeckten sie ihr Tier und verständigten die Polizei, die dann auch anrückte. Die Wohnungsbesitzer öffneten den Beamten und ließen diese durch die Wohnung zum Kaninchen. Anhand von Fotos, die die Polizisten von den Vorbesitzern hatten, wurde der Deutsche Riese zweifelsfrei identifiziert. Hier könnte die Geschichte zu Ende sein.

Doch auf dem Weg durch die Wohnung waren den Beamten Cannabis-Produkte aufgefallen, die offen in der Wohnung lagen. Da wurde der Entführungsfall, der vielleicht ja auch nur ein einfacher Diebstahl war, schnell zur Nebensache.

"Dicker Fisch" statt Kaninchen

Die Polizisten nahmen nach dem Zufallsfund die Wohnung genauer unter die Lupe. In der Folge dieser Durchsuchung wurden größere Mengen Cannabis, Amphetamine und Verpackungsmaterial gefunden. Vor allem aufgrund des Fundes der Tütchen, die üblicherweise zum Portionieren der Rauschmittel verwendet werden, und auch wegen der Menge der gefundenen Drogen, stand nun auch noch der Verdacht des Handeltreibens im Raum.

Die Funde wurden von den Beamten natürlich sofort beschlagnahmt, außerdem wurde ein Verfahren gegen die beiden Wohnungsbesitzer – eine 36-jährige Frau und einen 46-jährigen Mann – eingeleitet.

Zu den genauen Rauschgiftmengen konnte ein Polizeisprecher keine Angaben machen. Dass der Fall erst jetzt öffentlich gemacht wurde, lag nach Polizeiangaben daran, dass man erst einmal die weiteren Entwicklungen abwarten und eventuelle Kunden oder Lieferanten nicht warnen wollte.

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Quelle: wa.de

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