Flugzeugabsturz im Sauerland

Flugzeugabsturz: Polizei sucht mit Spürhunden

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Nach dem Absturz eines Zivilflugzeugs bei einer Luftwaffen-Übung im Sauerland setzt die Polizei mit Hilfe von Spürhunden die Suche nach weiteren Leichenteilen fort

[Update 12.30 Uhr] OLSBERG - Nach dem Absturz des Learjets bei einer Luftwaffen-Übung im Sauerland treibt die Polizei die Suche nach Leichenteilen nun doch weiter voran. Am späten Dienstagabend war die Suche zunächst eingestellt worden. Als Grund für die Kollision deute nach Angaben der Luftwaffe vieles auf einen Pilotenfehler des Learjets hin. Das sagte am Mittwoch ein Sprecher in Berlin. 

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Nach der Kollision eines Zivilflugzeugs mit einer Bundeswehrmaschine vom Montag suchen die Einsatzkräfte immer noch nach Leichenteilen der beiden abgestürzten Learjet-Piloten. Zahlreiche Spürhunde seien inzwischen im Einsatz, wie ein Sprecher der Polizei in Meschede am Mittwoch sagte. 

Mit den Tieren solle noch einmal die Waldschneise an der Absturzstelle durchkämmt werden. Es handle sich um dichtes Unterholz, Menschen kämen in dem Dickicht nur schwer durch.

Die 50 und 43 Jahre alten Besatzungsmitglieder, zwei ehemalige Militärpiloten, sind vermutlich tot. Am Wrack waren bereits mehrere Leichenteile gefunden worden.

Bis zum späten Dienstagabend seien bereits alle Gebiete abgesucht worden, in denen Überreste vermutet wurden, sagte ein Sprecher der Polizei. Am Dienstag seien rund 160 Polizisten im Einsatz gewesen. Insgesamt wurde eine etwa drei Kilometer lange Schneise entlang der Flugrichtung bis hin zur Hauptabsturzstelle kurz hinter Elpe abgesucht. 

Die Luftwaffe vermutet einen Pilotenfehler der Learjet-Besatzung als Ursache für den Absturz vom Montag. Da bei dem Eurofighter der Außentank abgerissen sei, gehe man davon aus, dass die Privatmaschine zu dicht von unten an den Kampfjet herangeflogen sei, sagte ein Sprecher der Luftwaffe am Mittwoch in Berlin.  "Wir müssen natürlich den abschließenden Bericht abwarten, aber es wird in diese Richtung laufen."

Spurensuche nach Flugzeug-Absturz im Sauerland

Spurensuche nach Flugzeug-Absturz im Sauerland

Die "Süddeutsche Zeitung" und "Spiegel online" hatten sich in Berichten am Mittwoch auf mit den Ermittlungen vertraute Insider berufen, nach denen der Learjet den Kampfjet in einer Linkskurve von unten getroffen haben soll.

Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) bezeichnete dies als "reine Spekulation, eine Variante von vielen möglichen". Die Untersuchungen seien längst noch nicht so weit, um zu dem Flugverlauf der Maschinen etwas sagen zu können, teilte ein BFU-Sprecher mit.

Das Zivilflugzeug war am Montag ein gemeinsames Manöver mit den Bundeswehrjets geflogen. Nach einer Kollision mit einem Eurofighter stürzte es kurz hinter der Ortschaft Olsberg-Elpe ab. Die Luftwaffe hat inzwischen auf ihrer Homepage eine Stellungnahme zu dem Unglück abgegeben, in der sie davon spricht, dass der Learjet in einem unbewohnten Gebiet abgestürzt sei. - lnw

Quelle: wa.de

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