Polizei prüft Parallelen von Babymorden

HIDDENHAUSEN - Nach dem gewaltsamen Tod eines zehn Monate alten Babys in Hiddenhausen prüft die Polizei jetzt auffällige Parallelen zum Tod des Baby Amy-Marie im nahen Herford.

In beiden Fällen seien Bissspuren an den Beinen der Opfer gefunden worden, sagte gestern ein Sprecher der Bielefelder Staatsanwaltschaft. Zudem haben sich beide Mütter gekannt. Die Leiter der beiden Mordkommissionen würden ihre Erkenntnisse austauschen, hieß es im Polizeipräsidium Bielefeld.

Der 28 Jahre alte Vater des zehn Monate alten Philipp hatte zugegeben, den Jungen am frühen Sonntagmorgen geschlagen und geschüttelt zu haben, weil der so laut schrie. Der Mann verständigte zwar noch den Notarzt. Der konnte den Jungen aber nicht mehr retten. Die Mutter hatte dem Vater das Kind über Nacht anvertraut. Gegen den Mann erging Haftbefehl. Er war zur Tatzeit angetrunken.Im Oktober hatte das Landgericht Bielefeld einen 25-Jährigen zu 14 Jahren Haft wegen Vergewaltigung und Totschlags verurteilt. Er hatte zugegeben, die vier Monate alte Amy-Marie, Tochter seiner Lebensgefährtin, schwer missbraucht zu haben, eine Tötungsabsicht aber bestritten.

Der Missbrauch von Amy-Marie habe mit dem Biss in den Oberschenkel begonnen, hatte das Landgericht festgestellt. Im Fall Philipp habe die Obduktion aber bislang keine Hinweise auf sexuellen Missbrauch ergeben, sagte Mackel. Auch Verbindungen zwischen den Männern seien bislang nicht bekannt. - dpa

Quelle: wa.de

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