Fünf kleine Mädchen missbraucht - Verdächtiger gefasst

MÖNCHENGLADBACH - Er kam zu Fuß oder mit einem Motorroller und hinterließ verstörte Kinder. Seit April sind in Mönchengladbach fünf kleine Mädchen sexuell missbraucht worden. Nun soll der unheimliche Täter gefasst sein.

Die Polizei hat in Mönchengladbach einen mutmaßlichen Sexualstraftäter festgenommen, der in vier Wochen fünf kleine Mädchen missbraucht haben soll. Der 20-Jährige habe alle Taten gestanden, sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch. Seinen Opfern habe er in einem Grünzug entlang des Flüsschens Niers aufgelauert.

Alle Tatorte liegen in einem Gebiet von etwa einem Quadratkilometer, der Täter war zu Fuß oder mit einem Motorroller unterwegs. Die Tatserie hatte große Unruhe in der Bevölkerung und umfangreiche Maßnahmen der Polizei ausgelöst. Das gesamte Gebiet um die Tatorte war durch Zivilkräfte observiert worden, die zu Fuß, mit Fahrrädern und Motorrädern unterwegs waren.

Am vergangenen Freitag war eine Zehnjährige auf dem Weg zur Schule in einem Gebüsch missbraucht worden. Die Schülerin habe eine sehr gute Beschreibung ihres Peinigers abgeben können, die gemeinsam mit dem Tipp einer Zeugin auf den Motorroller-Besitzer zum Fahndungserfolg geführt habe.

Der 20-Jährige habe inzwischen ein umfassendes Geständnis abgelegt, in seiner Wohnung in der Nähe der Tatorte war zunächst der von Zeugen beschriebene schwarze Motorradhelm mit der Aufschrift "MTR" und in einer Werkstatt schließlich der Motorroller entdeckt worden. Der Verdächtige hatte ihn dort einige Tage zuvor zur Reparatur abgegeben.

Er sollte noch am Mittwoch wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern einem Haftrichter vorgeführt werden. Der Handwerks-Lehrling ist der Polizei bereits bekannt. Er hatte sich schon früher an einem älteren Kind vergangen. Der Fall unterscheide sich aber deutlich von der aktuellen Tatserie. "Es ist bemerkenswert, dass die Zehnjährige den Tatverdächtigen so präzise beschreiben konnte und uns so ein hervorragendes Phantombild vorlag", lobte Ermittlungsleiter Thomas Schnelle.

Als die Ermittler mit dem Phantombild, angefertigt von LKA-Experten, dem Verdächtigen gegenüberstanden, seien sie sich wegen der großen Ähnlichkeit sehr sicher gewesen, an der richtigen Tür geklingelt zu haben. Als sie dann auch noch den beschriebene Motorradhelm erblickten, hätten sie den 20-Jährigen auf der Stelle festgenommen. - dpa

Quelle: wa.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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