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Polizei-Großeinsatz nach Schüssen an Schule in Bielefeld: Täter in Psychiatrie

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Von: Katharina Bellgardt

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Die Polizei hofft auf Zeugenhinweise. (Symbolbild)
Die Polizei rückte zur Amtshilfe an. Zwei Polizisten wurden verletzt. (Symbolbild) © Daniel Schröder

Großeinsatz mit SEK an einer Schule in Bielefeld am letzten Schultag vor den Sommerferien. Es sah nach einem Amoklauf aus, der Täter schoss auf das Lehrerzimmer.

Update vom 26. Juni, 13.15 Uhr: Der gescheiterte mutmaßliche Amokläufer von Bielefeld ist psychisch krank. Ein Richter ordnete am Samstag seine Einweisung in eine forensische Psychiatrie an. Der Mann soll einen Amoklauf an der Schule in Bielefeld geplant und mit einer Schreckschusswaffe mehrfach auf die Tür des Lehrerzimmers geschossen haben. Verletzte gab es nicht.

StadtBielefeld
Einwohner334.002 (31. Dez. 2021)

Der Mann hatte sein Vorhaben in einem selbstverfassten Video im Internet angekündigt. Bei der Durchsuchung des Schulgebäudes hatte die Polizei dann Molotowcocktails, einen Dolch, ein Messer und zwei Schreckschusswaffen entdeckt.

Nach bisherigem Kenntnisstand sei der Festgenommene weder ehemaliger noch aktueller Schüler des Berufskollegs. Mehrere Schüler und Lehrer, die sich während der Tatzeit im Schulgebäude befunden haben, nahmen ein Betreuungsangebot durch die Polizei an.

Noch am Freitagabend hatte die Polizei das Zimmer des 20-jährigen durchsucht, der in einer Betreuungseinrichtung wohnte. Die Ermittler erhoffen sich von den dort sichergestellten Beweismitteln Hinweise auf sein Motiv.

Update, 18.51 Uhr: Nach Schüssen am Rudolf-Rempel-Berufskolleg in Bielefeld hat die Polizei einen 20-jährigen Tatverdächtigen festgenommen, Verletzte gab es nicht.

Man habe nach den ersten Hinweisen auf die Schüsse im Schulgebäude von einer Amoklage ausgehen müssen, sagte ein Polizeisprecher am Freitag. Der 20-Jährige habe einen Dolch, einen Molotowcocktail und zwei Schreckschusswaffen bei sich gehabt. Die Lage sei aber schnell unter Kontrolle gewesen. Hinweise auf Mittäter gebe es nicht.

Bielefeld: Polizei-Großeinsatz an Schule - SEK nimmt Täter fest

Ein Lehrer habe gegen Mittag die Polizei alarmiert und von Schussgeräuschen im Gebäude berichtet. Obwohl das Gebäude am letzten Schultag vor den Ferien schon weitgehend leer war, rückte die Polizei mit einem Großaufgebot an, Spezialkräfte kamen hinzu. Der Tatverdächtige sei auf ein Dach geflüchtet und dort vom SEK festgenommen worden, sagte der Polizeisprecher.

Welche Motive der 20-Jährige für seine Tat gehabt habe, müsse nun ermittelt werden, teilte die Polizei mit. Ob er Schüler an dem Berufskolleg war, blieb zunächst unklar.

Erstmeldung: Schüsse an Schule in Bielefeld: Amoktat möglich

[Erstmeldung] Bielefeld - Am Rudolf-Rempel-Berufskolleg in Bielefeld sind Schüsse gefallen. Aktuell läuft ein Großeinsatz der Polizei. Laut dpa gibt es jedoch keine Hinweise auf Verletzte.

Radio Bielefeld zufolge sind ein Spezialeinsatzkommando (SEK) und ein Hubschrauber mit im Einsatz. Man gehe davon aus, so der Polizeisprecher gegenüber dpa, dass keine konkrete Gefahr mehr bestehe.

Der lokale Radiosender meldet online, dass es auf dem Schulhof Schüsse gegeben habe. Eine Person sei mit Verdacht auf eine Amoktat festgenommen worden. Es ist unklar, ob es sich um einen Einzeltäter handelt.

Täter schießt auf Lehrerzimmer - Schüler schließen sich in Klassenräumen ein

Laut Radio Bielefeld habe die festgenommene Person gegen 12 Uhr mehrfach auf die Tür des Lehrerzimmers geschossen. Am letzten Schultag vor den Sommerferien hielten sich zu diesem Zeitpunkt nur noch wenige Schüler im Gebäude auf. Vereinzelt hätten sich diese in den Klassenräumen eingeschlossen, auch die Lehrkräfte schlossen sich im nebenstehenden Gebäude ein.

Der Festgenommene sei nach der Tat auf ein Flachdach des Schulgebäudes gestiegen. Dort nahm ihn die Polizei fest. Dpa meldet, dass der Tatverdächtige mehrere Waffen bei sich hatte. Seine Motive sind derzeit unklar, ebenso, ob es sich um echte oder um Schreckschusswaffen handeln würde.

An der Hochschule Hamm-Lippstadt kam es am 10. Juni zu einem Amoklauf. Der Täter wurde von Studierenden gestoppt, eine Frau starb nach der Attacke.

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