Mann in Düsseldorfer Sportbar niedergestochen

[UPDATE 17.45 Uhr] DÜSSELDORF - Sein Kollege wartete draußen im Wagen, als der 43-Jährige Paketdienstfahrer in die Sportbar ging - und niedergestochen wurde. Einen Tatverdächtigen hat die Polizei bereits im Visier.

Ein 43-jähriger Düsseldorfer ist in einer Sportbar durch mehrere Messerstiche lebensgefährlich verletzt worden. Der Mann wurde noch am Montagabend notoperiert und liegt nun auf der Intensivstation, wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Dienstag mitteilten. Nach dem Tatverdächtigen, einem 34-jährigen Mann, der sich häufiger in Düsseldorf aufhält, wird international gefahndet. Er gilt als sehr gewaltbereit.

Nach Angaben der Ermittler ist der mutmaßliche Täter bereits wegen Körperverletzung vorbestraft. Wegen eines neuen, schwereren Delikts hatte gerade erst die Staatsanwaltschaft Düsseldorf Anklage gegen den Mann erhoben: Er soll einem Kontrahenten im Streit ein Ohr abgebissen haben. Ein erlassener Haftbefehl war jedoch wieder außer Kraft gesetzt worden. Bei den Gewalttaten sollen Drogen im Spiel gewesen sein.

Was genau sich am Montagabend gegen halb acht in der Sportbar abgespielt hat, ist nach Angaben der Ermittler noch nicht geklärt. Fest steht bisher, dass das 43-jährige spätere Opfer gemeinsam mit einem Kollegen zu der Kneipe gefahren war. Die beiden arbeiten für einen Paketdienst und waren privat mit dem Transporter des Unternehmens unterwegs. Was der Mann in der Bar wollte, ist ebenfalls offen. Der Kollege war im Wagen geblieben und konnte keine Angaben zum Geschehen machen, berichteten Polizei und Staatsanwaltschaft weiter.

Eine Polizeistreife hatte den Paketdienst-Transporter am Montagabend wegen überhöhter Geschwindigkeit gestoppt. Auf dem Beifahrersitz entdeckten die Beamten den schwerverletzten 43-Jährigen. Sein Kollege hatte ihn in ein Krankenhaus bringen wollen. In der Kneipe fanden die Ermittler dann Blutspuren. Alle Messer wurden beschlagnahmt, eines davon stellte sich schließlich als Tatwaffe heraus. - dpa

Quelle: wa.de

Rubriklistenbild: © dpa

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