Bahnverkehr liegt zweieinhalb Stunden still

"Verdächtige Gegenstände" legen Bahnhof lahm - Gasflasche und Koffer entpuppen sich als ungefährlich

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Der Bahnhof in Unna ist voll gesperrt. Die Polizei ist im Großeinsatz. Das LKA ist auf dem Weg.

Wegen eines großen Polizeieinsatzes war der Bahnhof in Unna am Mittwochmorgen gesperrt. Im Gleisbereich waren "verdächtige Gegenstände" gefunden worden. Eine Untersuchung ergab nach etwa zweieinhalb Stunden: keine Gefahr. 

Unna - Zwischen 6.20 Uhr und 8.50 Uhr lief auf den Bahnstrecken rund um den Bahnhof in Unna nichts mehr: Laut Aussage einer Sprecherin der Polizei wurden im Gleisbereich "verdächtige Gegenstände" gefunden. "Der Bahnverkehr wurde eingestellt, der Bahnhof abgesperrt", so die Sprecherin.

Informationen unserer Redaktion zufolge handelte es sich bei den Gegenständen um einen Koffer und eine fünf Kilogramm schwere Gasflasche. Dies wurde von einer Sprecherin der Eurobahn bestätigt. Die Polizei wollte zunächst keine konkreteren Angaben dazu machen.

Gegen 8.40 Uhr erklärte die Polizei: "Entschärfer der Bundespolizei untersuchen derzeit die Gegenstände." Kurze Zeit später die Entwarnung: "Gegenstände haben sich als ungefährlich herausgestellt", erklärte die Polizei auf Twitter.

"Auf einer Sitzbank am Bahnsteig war eine rote Gasflasche abgestellt worden. In der Nähe lag ein roter, herrenloser Koffer. Bei der Untersuchung wurde festgestellt, dass die Gegenstände nicht miteinander verbunden waren. Die Gasflasche war leer und in dem Koffer befand sich lediglich Wäsche", erklärte die Polizei Unna.

Koffer und Gasflasche wurden sichergestellt. Hinweise darauf, wer die Gegenstände dort hinterlassen hat, liegen noch nicht vor. Die Ermittlungen dazu dauern an. Videoaufzeichnungen vom Bahnhof Unna werden durch die Bundespolizei ausgewertet.

Die betroffenen Züge

Betroffen waren die Linien RB 59 und RE3: Für die RB59 wurde ein Notfallverkehr eingerichtet erklärte eine Eurobahn-Sprecherin. Der RE3 werde umgeleitet. 

Betroffen waren auch die Linien RE7 zwischen Rheine und Krefeld sowie die RE13 zwischen Hamm und Venlo. Auf beiden Linien wurde der Verkehr zwischen Hamm und Hagen über Dortmund umgeleitet. Die Halte in Bönen, Unna, Holzwickede/Dortmund Flughafen und Schwerte entfielen. Einen Ersatzverkehr gab es nicht. In der Spitze kam es in Richtung Rheine zu Verspätungen von 50 Minuten.

Lange war nicht absehbar, wie lange sich der Einsatz und die damit verbundenen Störungen ziehen würden.

Nach zweieinhalb Stunden dann die Erlösung für alle Pendler: "Der Zugverkehr wird in Kürze wieder freigegeben", so die Polizei.

Quelle: wa.de

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