Über 200 Metalldiebstähle

Polizei zerschlägt rumänische Einbrecherbande

DORTMUND - Der Dortmunder Polizei ist ein schwerer Schlag gegen den organisierten Metalldiebstahl gelungen. Wie der Ermittler am Mittwoch berichteten, konnten sie fünf rumänische Einbrecherbanden ausheben, die bei ihren Raubzügen im gesamten Bundesgebiet seit 2012 einen Schaden in zweistelliger Millionenhöhe verursacht haben sollen.

Die Zentrale der Banden lag in der Dortmunder Nordstadt. Sie waren unter anderem in Schalksmühle, Drennsteinfurt, Unna und Arnsberg aktiv.

Seit August 2013 waren die Dortmunder Ermittler den Tätern auf der Spur – erste Festnahmen gab es im vergangenen November. Oberstaatsanwältin Barbara Vogelsang sprach von einem „großen Schlag“ gegen das organisierte Verbrechen, dem „unzählige Stunden Ermittlungsarbeit“ vorausgegangen seien. Mittlerweile seien rund 100 Täter festgenommen und etwa 230 Einbrüche in metallverarbeitende Betriebe in ganz Deutschland aufgeklärt worden. Allein seit Juni 2013 hätten die Einbrecher Metalle im Wert von knapp zwei Millionen Euro erbeutet. Die Sachschäden bei den Firmen seien da noch gar nicht eingerechnet.

Nach Angaben des Leiters der Ermittlungskommission „Schloss“, Rainer Buchholz, waren die Banden straff organisiert. Alle Täter seien Männer aus Rumänien gewesen. Jede so genannte „Brigade“ sei von einem rumänischen Familienclan geführt worden und habe bis zu 15 Mitglieder gehabt. Ihre Einsatzgebiete im Bundesgebiet hätten die Clans untereinander aufgeteilt. Die Raubzüge seien immer nach dem gleichen Muster durchgezogen worden. Viele Firmen seien gleich mehrfach heimgesucht worden. Häufig habe man gleich tonnenweise wertvolles Metall wie Kupfer oder Messing erbeutet und über hunderte Kilometer zu Hehlern in den Niederlanden und zuletzt in Bochum transportiert. Auch die Hehler, allesamt Schrotthändler, wurden festgenommen.

Anhand von DNA-Spuren konnten die Ermittler den Banden auch Taten im Ausland nachweisen, etwa in Spanien, Italien oder Österreich. Auch zahlreiche Wohnungseinbrüche in Österreich, aber auch in Dortmund und Düsseldorf gingen auf das Konto der jetzt Festgenommenen, so Buchholz. Derzeit liefen noch weitere Ermittlungen gegen Verdächtige in NRW.

Quelle: wa.de

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