Politischer Aschermittwoch in NRW

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LENNESTADT - Der Finanzminister gegen die FDP, die FDP gegen den Innenminister, die Schulministerin gegen die CDU und der CDU-Chef gegen alle - das war, stark zusammengefasst, der politische Aschermittwoch in NRW.

Dass Politiker kaum ein gutes Haar aneinander lassen, ist nichts Außergewöhnliches. Aber am politischen Aschermittwoch wird es richtig derb. CDU-Chef Armin Laschet lief zu großer Form auf, aber die politische Konkurrenz war auch nicht zimperlich.

Ein Überblick über die wichtigsten Zitate im NRW-Aschermittwoch:

- "Der nordrhein-westfälische Finanzminister Walter-Borjans ist nur halb so hipp wie der griechische Finanzminister, aber doppelt so dreist", sagte Laschet. Und an die Adresse von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD): "Das Schweigen von Frau Kraft muss ein Ende haben. Ich habe den Eindruck, die steckt immer noch im Funkloch." Von Kraft kam keine Gegenwehr: Sie lag am Aschermittwoch krank zu Hause im Bett.

- Zum Thema Verkehr sagte Laschet: "Ein Zug vom Duisburger Hafen nach Chongqing in China ist schön, aber es wäre auch schön, wenn wir bei Leverkusen mal über den Rhein kämen", sagte er mit Blick auf die marode A1-Autobahnbrücke.

- Norbert Walter-Borjans (SPD) konterte in Richtung der FDP: "Vor ein paar Monaten bin ich Heißluftballon gefahren und habe erstmal gemerkt, dass es ziemlich lange dauert, bis so ein großer Ballon mit heißer Luft aufgeblasen ist. Da habe ich mir Herrn Lindner an meiner Seite gewünscht - mit dem hätten wir direkt losfahren können." Auch von Lindner war keine Gegenwehr zu erwartet - er war ebenfalls krank.

 - Dafür schimpfte FDP-Generalsekretär Johannes Vogel auf SPD-Innenminister Ralf Jäger: "Kürzlich kam raus, dass Innenminister Jäger ein paar Wochen ein Auto ohne Zulassung gefahren hat. Manch einer nennt ihn schon den Marco Reus der Landespolitik. Aber während Reus gerade beim BVB verlängert hat, sorgen wir dafür, dass für Herrn Jäger 2017 Schluss ist."

- Vizeregierungschefin Sylvia Löhrmann (Grüne) nahm vor allem die Union im Bund ins Visier - unter besonderer Betrachtung der CSU: "Tatsächlich ist es leichter, eine Ökostrombrücke von Schleswig-Holstein nach Norwegen zu bauen, als eine nach Bayern - wo Seehofer seit Monaten mauert." - dpa

Quelle: wa.de

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