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Warum dieser Rehbock keine Chance hatte

Der Rehbock war erblindet und wurde so zur leichten Beute
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Der Rehbock war erblindet und wurde so zur leichten Beute.

Es war kein schöner Anblick, der sich einem Jogger am Mittwochmorgen auf der Lenneroute bot, die oberhalb des Sägewerkes Kirchhoff in Rönkhausen verläuft. Am Fuß der Böschung auf der bei Radfahrern beliebten Strecke lag ein Rehbock mit komplett aufgerissener und ausgehöhlter Bauchdecke.

Plettenberg/Rönkhausen - Sämtliche Innereien fehlten, nur Kopf und Hinterläufe waren weitgehend unversehrt. Erste Vermutungen, ein Wolf könnte den Rehbock gerissen haben, bestätigten sich nicht. Angesichts der unmittelbaren Nähe zum Sägewerk und den nächsten Häusern am Ortsrand von Rönkhausen hätte ein bestätigter Wolfsriss sicherlich für Unruhe in der Bevölkerung gesorgt.

Dem Jogger bot sich kein schöner Anblick auf dem Waldweg.

Nach anfänglichen Problemen, die der Jogger hatte, einen Wolfsberater telefonisch zu erreichen, meldete sich schließlich Wolfsberater Simon Wiese. Nach einer ersten Begutachtung der Bilder schloss der für den Kreis Olpe zuständige Wolfsberater einen Wolfsbiss nahezu aus. Endgültige Gewissheit brachte dann die Untersuchung des Kadavers durch den Waldbesitzer, der feststellte, dass der ältere Rehbock auf beiden Augen nahezu erblindet war.

„Das kommt häufiger mal vor. In dem Fall hat der Rehbock zum einen Probleme mit der Nahrungsaufnahme und Orientierung und wird zum anderen zur leichten Beute“, sagte Wiese, der deshalb davon ausgeht, dass ein Fuchs oder Wildschweine sich an dem Rehbock gütlich taten. In der Natur gilt eben das Gesetz des Stärkeren, was dem erblindeten Rehbock offenbar zum Verhängnis wurde.

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