Lehrerverbände halten am Turbo-Abitur in NRW fest

DÜSSELDORF - Ein vom Schulministerium eingerichteter Runder Tisch fordert Medienberichten zufolge keine Abkehr vom sogenannten Turbo-Abitur

In dem Abschlusspapier spreche sich die Mehrheit der beteiligten Verbände dagegen aus, die viel kritisierte Verkürzung des Gymnasiums auf acht Jahre wieder zurückzunehmen, berichteten "Westfalenpost" und "Bild"-Zeitung am Donnerstag übereinstimmend.

Der Bericht solle Schulministerin Sylvia Löhrmann (Grüne) am 3. November vorgestellt werden. Die Experten hätten sich auf zehn Empfehlungen verständigt, um das Abitur nach acht Jahren (G8) zu verbessern, berichteten die Blätter. Unter anderem sollten die Hausaufgaben und die Zahl der Klassenarbeiten pro Woche begrenzt werden. Der verpflichtende Nachmittagsunterricht solle eingeschränkt werden, damit die Schüler mehr Zeit für Aktivitäten außerhalb der Schule haben.

Der Philologenverband und die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) zeigten sich zufrieden. Marcus Hohenstein, Vertreter der Elterninitiative "G9 jetzt in NRW", kritisierte hingegen in der "Westfalenpost", die "schwammigen Formulierungen" würden für die Kinder keine spürbaren Entlastungen bringen.

Löhrmann hatte den Runden Tisch im Frühjahr eingerichtet. Die Schulzeitverkürzung war in der schwarz-gelben Regierungszeit ab 2005 eingeführt worden und ist seitdem umstritten. - dpa

Quelle: wa.de

Rubriklistenbild: © dpa

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