Pferdefleisch-Skandal

Lieferant aus Ostwestfalen im Visier

Der Pferdefleisch-Skandal weitet sich aus.

OSTBEVERN  - Europaweit arbeiten Behörden intensiv an der Aufklärung des Pferdefleisch-Skandals. Dabei tauchen immer neue Firmennamen auf. Nur langsam dringt Licht in die verschlungenen Handelswege. Ein Hackfleischlieferant aus Ostwestfalen gerät ins Visier.

Der ostwestfälische Hackfleisch-Lieferant Vossko prüft wegen des Pferdefleisch-Skandals seine Ware. Vossko liefert Hackfleisch als Rohware an den Tortelloni-Hersteller Hilcona. Von dieser Firma kommt das aus den Regalen des Discounters Lidl entfernte Nudelgericht "Tortelloni Rindfleisch".

"Wir beziehen das Fleisch von mehreren Lieferanten, wir haben alle Lieferanten angeschrieben und alle haben uns mitgeteilt, dass es keine Vermischung von Fleischsorten gibt", sagte Vossko-Vertriebsleiter Josef Knappstein am Samstag in Ostbevern (Kreis Warendorf). "Momentan laufen die Analysen, Ergebnisse liegen uns noch nicht vor", sagte Knappstein.

Die Firma sei lediglich Lieferant für andere Marken, betonte Knappstein. Die Hilcona AG fertige das Nudelgericht "Tortelloni Rindfleisch" in Schaan im Fürstentum Liechtenstein, teilte ein Lidl-Sprecher am Samstag mit. "Die Rohware dafür stammt von Vossko aus Ostbevern oder dem Schweizer Hersteller Suttero aus Gossau", sagte der Lidl-Sprecher. Gusto heiße die Handelsmarke von Hilcona in Deutschland und in Österreich.

In der Lidl-Ware "Tortelloni Rindfleisch" war in Österreich ein nicht deklarierter Anteil an Pferdefleisch gefunden worden. Bei einer von zwei genommenen Proben war nach Informationen des dortigen Gesundheitsministeriums Pferdefleisch nachweisbar.

Der Skandal hält inzwischen ganz Europa in Atem. In Deutschland und mehreren anderen Länder war nicht deklariertes Pferdefleisch in Hackfleischprodukten entdeckt worden. - dpa

Quelle: wa.de

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