PCB-Sanierung bei Envio rückt näher

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Die Zentrale der Trafo-Entsorger-Firma Envio in Dortmund.

DORTMUND - Das Sanierungsverfahren auf dem PCB-verseuchten Envio-Gelände am Dortmunder Hafen ist nach Angaben der Bezirksregierung Arnsberg einen Schritt voran kommen.

Mit der Eröffnung des Insolvenzverfahrens über zwei Tochtergesellschaften der Entsorgungsfirma Envio könne jetzt eine Ausschreibung für eine Sanierung eingeleitet werden, sagte am Dienstag ein Sprecher der Bezirksregierung. Das Unternehmen steht im Verdacht, jahrelang auf grundlegende Vorsichtsmaßnahmen bei der Entsorgung hochgiftiger Chemikalien verzichtet zu haben.

Der Regierungspräsident hat die Wahl zwischen einem Sanierungsangebot der Envio-Muttergesellschaft und einer Sanierung auf Kosten der öffentlichen Hand. Die Bezirksregierung prüft derzeit, ob das Angebot der von Envio beauftragten Firma überhaupt ausreichend ist. Für die Kosten der Sanierung könnte ein Betrag in Millionenhöhe notwendig werden. Im Fall einer Sanierung auf Kosten der öffentlichen Hand könnte die Bezirksregierung auf die Insolvenzmasse der Envio-Töchter hoffen. Diese Insolvenzmasse soll aber nicht im Millionenbereich liegen und würde auch auf alle Gläubiger verteilt.

Die Staatsanwaltschaft hat inzwischen Anklage gegen vier Beschäftigte, darunter einen Geschäftsführer, erhoben. Unter anderem wurden 51 Mitarbeiter, Leiharbeiter und Beschäftigte von Fremdfirmen bei der Entsorgung von Transformatoren hochgradig mit den als krebserregend geltenden PCB-Chemikalien kontaminiert. Auch in der Umgebung der Firma wiesen Menschen erhöhte Werte auf. - dpa

Quelle: wa.de

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