Ministerium: Eier-Hof bleibt nach neuen Tests gesperrt

dpa

DÜSSELDORF - Bei neuen Tests sind in Bio-Eiern aus Ostwestfalen wieder Dioxin und PCB entdeckt worden - in niedrigerer Konzentration. Wie die Hühner in Kontakt mit den Stoffen gekommen sind ist immer noch unklar.

Nach einem erneuten Dioxin-Fund in Proben aus Bio-Eiern bleibt der betroffene Hof in Ostwestfalen weiter gesperrt. Auch bei einer dritten amtlichen Untersuchung seien in Eiern aus zwei Ställen die zusammengefassten Grenzwerte für Dioxin und das dioxinähnliche PCB überschritten worden, teilte das NRW-Verbraucherschutzministerium am Montag in Düsseldorf mit. Die Belastung gehe aber zurück. Der Hof ist seit dem 3. April gesperrt.

Bei der neuen Probe wurden 6,49 und 12,02 Pikogramm an Gehalten aus Dioxin und PCB gemessen, der Grenzwert liegt bei 5 Pikogramm. In zwei Ställen seien Werte unterhalb des Grenzwerts gefunden worden. "Die Belastungen werden niedriger", sagte ein Ministeriumssprecher. Die Ursache müsse so schnell wie möglich gefunden werden. Bislang steht fest, dass die Tiere weder durch Tränkwasser noch durch das Futter in Kontakt mit den giftigen Stoffen gekommen sind. Die Eier des Hofs aus konventioneller Haltung hatten sich bei Tests als unbelastet erwiesen. Sie dürfen verkauft werden.

Nachdem das Ministerium am Freitag vor PCB-belasteten Bio-Eiern aus Niedersachsen gewarnt hatte, kontrolliert das Landesumweltamt die Rückrufaktion eines Zwischenhändlers in NRW. Mindestens 90 000 Eier sollen nach Nordrhein-Westfalen geliefert worden sein. Im Fall des Hofs im Kreis Minden-Lübbecke waren vor Ostern 7000 zurückgerufene Bio-Eier durch einen Fehler bei einem Verpackungsbetrieb in Euskirchen doch noch in Umlauf gekommen.

Nach einer Anzeige des Landesumweltamts ermittelt die Staatsanwaltschaft Bielefeld wegen des Verdachts einer möglichen Verunreinigung des Bodens in Hofnähe gegen Unbekannt. - lnw

Quelle: wa.de

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