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Paderborn: Corona-Mutation bei zwei Patienten nachgewiesen

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Von: Stefanie Masuch

Seit Wochen ist die Sorge groß, dass eine Corona-Mutation sich in Deutschland ausbreiten könnte. Jetzt haben sich zwei Personen in Paderborn angesteckt – wo, ist jedoch noch unklar.

Paderborn – Die Corona-Mutation B.1.1.7* hat erstmals Ostwestfalen* erreicht. Bei zwei Personen, einem Mann und einer Frau, ist der mutierte Erreger nachgewiesen worden. Die Fälle stehen nicht miteinander in Zusammenhang, wie die Stadt am Donnerstag (28. Januar) mitteilte. Bei mehreren Menschen in Ostwestfalen wurde die Corona-Mutation aus Großbritannien inzwischen nachgewiesen, unter anderem auch in Bielefeld und den Kreisen Gütersloh und Lippe.

StadtPaderborn
Bevölkerung148.126
BundeslandNRW

Paderborn: Zwei Personen mit Corona-Mutation infiziert

Wie die beiden Personen aus Paderborn sich angesteckt haben, ist noch nicht klar. Keiner von ihnen kam von einer Reise zurück. Dass sie mit der Mutation des Coronavirus* infiziert sind, ist im Rahmen einer Routinetestung aufgefallen – jetzt stehen die Patienten unter häuslicher Quarantäne.

Die Mutation B.1.1.7 wurde erstmals in England nachgewiesen. Dort hat sich die Version des Coronavirus rasend schnell verbreitet, da sie um bis zu 70 Prozent ansteckender ist als der Urtypus. Seitdem wurden in Deutschland schärfere Maßnahmen veranlasst, um einen ähnlichen Verlauf zu vermeiden. So gilt seit dem jüngsten Corona-Gipfel das Tragen einer FFP2-Maske* etwa beim Einkaufen als Pflicht.

Corona-Mutation in Paderborn: Kontaktpersonen sind in Quarantäne

Wie die Stadt Paderborn mitteilt, wurden die Kontaktpersonen der beiden Infizierten bereits ermittelt und ebenfalls unter Quarantäne gestellt. Bislang ist noch nicht klar, ob die britische Mutation des Coronavirus auch tödlicher verläuft. Experten gehen jedoch mit hoher Wahrscheinlichkeit davon aus, dass der mRNA-Impfstoff von Biontech und Pfizer* auch gegen andere Varianten des Erregers wirkt.

Im Kreis Paderborn* gibt es am Donnerstag 50 Neuinfektionen. Aktiv am Coronavirus erkrankt sind 388 Menschen in der Region, davon werden 56 im Krankenhaus behandelt. 20 Patienten liegen auf der Intensivstation. Im Vergleich zum Vortag ist der Inzidenzwert in der Kreisstadt leicht angestiegen: Er liegt bei 69,8.

 Eine Mitarbeiterin am Institut für Virologie der technischen Universität München (TUM) bereitet Proben von Menschen mit Covid-19 Verdacht in einem Labor für die weitere Analyse vor.
Eine schnelle Ausbreitung einer Corona-Mutation soll in Deutschland verhindert werden. (Symbolbild) © Sven Hoppe/dpa

Derweil sind die Impfzentren in OWL* bereit für den Impfstart. Nach anfänglichen Schwierigkeiten bei der Terminvergabe und der Auslieferung des Vakzins kann der Betrieb unter anderem im Impfzentrum Paderborn* ab Anfang Februar aufgenommen werden. (*msl24.de und owl24.de sind Teil des Ippen-Digital-Netzwerkes)

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