Grüne Plakette: Keine verschärften Kontrollen

ESSEN/DÜSSELDORF - In fast allen nordrhein-westfälischen Umweltzonen gelten seit Dienstag strengere Regeln. Ob hinter allen Windschutzscheiben in den betroffenen Innenstädten auch wirklich grüne Plaketten kleben, kontrollierten viele Ordnungsämter zum Start aber nur routinemäßig.

In Bonn, Düsseldorf, Essen und Dortmund verschärften die Ordnungsämter die Kontrollen an parkenden Autos nicht. Die Routinekontrollen sind üblich, seit eine Pflicht für mindestens gelbe Plaketten besteht. So hat beispielsweise die Stadt Bonn im vergangenen Jahr knapp 1700 Bußgeldverfahren wegen falscher oder fehlender Plaketten in der Umweltzone eingeleitet. In Düsseldorf erwischten Polizei und Ordnungsamt 2013 mehr als 4700 Autofahrer ohne richtige Plakette.

Für den fließenden Verkehr ist die Polizei zuständig. "Eine spezielle Kontrolle der Plaketten liegt nicht in unserem Zuständigkeitsbereich", sagte Cornelia Weigandt, Pressesprecherin der Polizei Dortmund. Ein Bußgeld von 80 Euro werde nur dann ausgestellt, wenn das Fehlen der Plakette bei der Kontrolle wegen anderer Vergehen auffalle.

Auch in den Innenstädten von Mönchengladbach, Neuss, Langenfeld, Düsseldorf, Wuppertal und Remscheid darf nur fahren, wer eine grüne Plakette hinter der Windschutzscheibe kleben hat. In Dinslaken und Krefeld gilt die Regelung bereits jetzt. Münster will zum Jahresende nachziehen.

Rund 11 Prozent aller Fahrzeuge, die auf den Straßen in Nordrhein-Westfalen rollen, sind nach Angaben des Landesamtes für Umwelt-, Natur- und Verbraucherschutz (Lanuv) stoßen zu viele Schadstoffe aus, um in den Umweltzonen fahren zu dürfen. Viele Autos können aber nachgerüstet werden. - dpa/lnw

Quelle: wa.de

Rubriklistenbild: © dpa

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