Gericht sieht hohe Hürden für Schadenersatz bei Dubai-Fonds

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HAMM - Das Oberlandesgericht (OLG) Hamm hat einer Anlegerin der insolventen Dubai-Fonds der Alternative Capital Invest (ACI) wenig Hoffnung auf Schadenersatz gemacht.

Der 34. Zivilsenat verhandelte am Dienstag eine Berufungsklage zum Vorwurf eines mangelhaften Verkaufsprospektes für den Fonds V. Anleger hatten insgesamt rund 17 Millionen Euro investiert. 2010 hatte das Projekt der Investmentfirma ACI aus Gütersloh Insolvenz angemeldet.

Das Gericht bezog sich auf aktuelle Entscheidungen des Bundesgerichtshofs. Demnach müssen die Mängel erheblich sein, um eine Haftung zu begründen. Auch ein Vorsatz der Täuschung durch den Fonds-Anbieter müsse nachweisbar sein. Das konnte das OLG aber nicht erkennen (Az.: Aktenzeichen 34 U 119/12).

Die Klägerin räumte in der Verhandlung ein, dass sie den Prospekt für den geschlossenen Immobilienfonds vor der Zeichnung nicht genau studiert hatte, sondern sich nur für die Rendite interessiert habe. Eine Entscheidung will das Gericht in einem späteren Termin verkünden. - dpa

Quelle: wa.de

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