Kontaktverbot nach Drohungen auf Facebook

HAMM - In sozialen Netzwerken wie Facebook ausgesprochene Drohungen und Beschimpfungen können ein Kontakt- und Annäherungsverbot rechtfertigen.

Das hat das Oberlandesgericht Hamm in einem am Montag veröffentlichten Beschluss entschieden (Az.: 2 UF 254/12). Das OLG bestätigte damit eine Entscheidung des Amtsgerichts Gladbeck.

Auslöser für den Streit waren Betrugsvorwürfe. Eine Frau aus Bayern hatte einer Bekannten aus Gladbeck vorgeworfen, dass deren Bruder sie betrogen habe. Darauf beschimpfte sie die Mutter und ihren siebenjährigen Sohn auf Facebook. Sie kündigte an, dem Jungen und anderen Familienmitgliedern aufzulauern und sie "kalt zu machen". Das Gericht sprach daraufhin wegen rechtswidriger Drohungen ein Annäherungsverbot (100 Meter bis zur Wohnung und 30 Meter zum Sohn) sowie ein Kontaktverbot, insbesondere per E-Mail oder Facebook aus. - lnw

Quelle: wa.de

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