Röttgen: Bittere Niederlage - Jetzt nach vorne schauen

BERLIN/DÜSSELDORF - Nach der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen hat der gescheiterte Spitzenkandidat Norbert Röttgen erneut die Verantwortung für das CDU-Desaster übernommen.

"Wir haben es nicht vermocht (...), eine Wechselstimmung zu begründen", sagte Röttgen am Montag nach Sitzungen der CDU-Bundesspitze in Berlin. Zudem sei die CDU bei Wähler "weder inhaltlich noch mit der Person des Spitzenkandidaten durchgedrungen". Das Wahlergebnis habe am allermeisten mit seinem Stil und seiner Themensetzung als Spitzenkandidat zu tun.

Röttgen sagte, in den Spitzengremien der CDU sei sehr offen und fair über die Wahlniederlage diskutiert worden, "in einem bei aller Bitterkeit sehr, sehr guten Gemeinschaftssinn". Dies sei für ihn persönlich eine erfreuliche Erfahrung. Nun müsse die CDU nach vorne in die Zukunft schauen und die Oppositionsarbeit annehmen.

NRW-CDU will Neupositionierung der Gesamtpartei:

Das Wahl-Debakel der CDU in Nordrhein-Westfalen weist aus Sicht ihres Generalsekretärs Oliver Wittke auch auf Defizite der Gesamtpartei hin. Die CDU dürfe nicht ausschließlich auf Modernisierungsthemen wie Integration und Energiewende setzen, sagte Wittke am Montag in Düsseldorf. Wahl-Analysen legten nahe, dass die Partei sich wieder stärker um ihre Kernthemen wie Wirtschaftspolitik kümmern müsse. Die CDU hatte bei der Landtagswahl am Sonntag mit 26,3 Prozent ihr schlechtestes Ergebnis in NRW eingefahren. Wer Nachfolger von Röttgen werde, sei noch völlig offen, sagte Wittke. - dpa

Quelle: wa.de

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