Brennpunkt Sauerland

Kampf gegen Biker-Lärm: So sollen Städte Motorrad-Raser ausbremsen

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Symbolbild

Ärgernis Biker-Lärm: Im Kampf gegen den sommerlichen Motorradlärm können die Städte wirkungsvolle Daumenschrauben einsetzen. 

Düsseldorf - Darauf hat die nordrhein-westfälische Landesregierung in einer am Mittwoch veröffentlichten Antwort auf eine Anfrage aus der Grünen-Landtagsfraktion hingewiesen.

Die Straßenbaubehörden könnten "Maßnahmen ergreifen, um Straßen für den Motorradverkehr möglichst unattraktiv zu gestalten", stellen die Minister für Verkehr und Inneres fest. Dazu zählten etwa Fahrbahnverengungen, Rüttelstreifen vor Kurven oder "Straßenmöblierungen" wie Poller, Betonelemente oder Pflanzkübel.

Zusätzlichen landesrechtlichen Handlungs- oder Kontrollbedarf sieht die Landesregierung dagegen nicht. Beim Lärm von Kraftfahrzeugen seien, abgesehen von kleineren Regelungen, "letztlich allein die Vorschriften der EU zu beachten", erklärten die Minister. Eine Regelungslücke im EU-Recht hätten Bund und Länder gerade auf nationaler Ebene geschlossen: Eine Nachrüstung von Fahrzeugen mit sogenannten Soundgeneratoren sei nun nicht mehr zulässig.

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Zudem dürften ab Oktober Austauschschalldämpfer für Motorräder "bei allen Klappenstellungen, Fahrmodi und Betriebszuständen im eingebauten Zustand nicht lauter sein als das Fahrzeug im Serienzustand".

Die Nationalparkregion Eifel hat bereits eine bundesweite Kampagne gegen Motorradlärm gestartet. Das Bündnis fordert unter anderem, die zulässigen Lärmgrenzwerte sowie Strafen für zu hohe Geschwindigkeiten und Manipulationen an Motorrädern zu erhöhen. Auch im Sauerland regt sich der Unmut über Biker. - dpa

Quelle: wa.de

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