NRW-Umweltzonen

Umweltzonen: Ab Dienstag nur noch mit "Grün"

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Von Dienstag an ist in vielen Städten die grüne Plakette vorgeschrieben, um in die Innenstädte fahren zu dürfen.

ESSEN/DÜSSELDORF - Achtung Autofahrer: Von Dienstag an ist in vielen Städten die grüne Plakette vorgeschrieben, um in die Innenstädte fahren zu dürfen. Die Regeln für die Umweltzonen werden verschärft.

In fast allen nordrhein-westfälischen Umweltzonen gelten von Dienstag an strengere Regeln. Im Ruhrgebiet, in Bonn, Köln, Mönchengladbach, Neuss, Langenfeld, Düsseldorf, Wuppertal und Remscheid darf dann nur noch in die Innenstädte fahren, wer eine grüne Plakette hinter der Windschutzscheibe kleben hat - sonst droht ein Bußgeld von 80 Euro. In Dinslaken und Krefeld gilt die Regelung bereits jetzt. Münster will zum Jahresende nachziehen.

Rund 11 Prozent aller Fahrzeuge, die auf den Straßen in Nordrhein-Westfalen rollen, sind bislang nach Angaben des Landesamtes für Umwelt-, Natur- und Verbraucherschutz (Lanuv) nicht ausreichend ausgestattet, um künftig noch in Umweltzonen unterwegs zu sein. Viele der mehr als 700 000 Fahrzeuge mit gelber Plakette seien aber Dieselfahrzeuge ohne Rußpartikelfilter, sagte eine Sprecherin des Landesamtes für Umwelt-, Natur- und Verbraucherschutz (Lanuv). Dieser könne für bis zu 1500 Euro nachgerüstet werden.

Durch Umweltzonen soll sich die Luftqualität verbessern. Laut Lanuv und Umweltbundesamt kommt es innerhalb Umweltzonen zu deutlich weniger Grenzwertüberschreitungen beim Feinstaub. Wie wirksam die Zonen sind, bleibt jedoch umstritten. Kritiker halten sie für unverhältnismäßig und bemängeln, dass andere Luftverschmutzungen etwa durch Stickstoffdioxide mit den bestehenden Beschränkungen nicht gesenkt werden.

Andere Kritik kam in der Vergangenheit von der Deutschen Umwelthilfe: Sie warf den Kommunen vor, Autofahrer nicht ausreichend zu kontrollieren. "Umweltzonen sind das effektivste Instrument zur Verminderung der Schadstoffbelastung - jedoch nur, wenn sie konsequent umgesetzt und effektiv kontrolliert wird", teilte die Umweltorganisation vor der Umsetzung der strengeren Regeln mit. Sie kündigten an, ab Juli in NRW daher stichprobenartige Kontrollen in NRW durchzuführen und Verstöße den Ordnungsbehörden zu melden. - lnw

Quelle: wa.de

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