"NRW Schlusslicht bei U3-Betreuung" - Ministerin widerspricht

DÜSSELDORF - Nordrhein-Westfalen ist deutschlandweites Schlusslicht beim Angebot von Betreuungsplätzen für Kinder unter drei Jahren. Das geht aus einer Zählung hervor, die das Statistische Bundesamt am Dienstag veröffentlicht hat.

Lediglich für rund 18 Prozent aller Kinder dieser Altersgruppe gab es am 1. März 2012 ein Betreuungsangebot. Bundesweit lag die Quote bei 27,6 Prozent.

NRW-Familienministerin Ute Schäfer (SPD) nannte die Statistik ein "bereits überholtes Zahlenwerk". Für das laufende Kindergartenjahr seien für NRW rund 117 000 Betreuungsplätze gemeldet. Das ergebe eine Quote von rund 26 Prozent. Den Rückstand Nordrhein-Westfalens begründete Schäfer mit Versäumnissen der alten schwarz-gelben Landesregierung. Erst nach dem Regierungswechsel im Sommer 2010 habe die Aufholjagd begonnen.

Um den Bau von Krippenplätzen zu beschleunigen sollen die Kommunen in NRW in diesem Jahr 75 Millionen Euro zusätzlich erhalten. Das Geld sollte ursprünglich erst im kommenden Jahr fließen. SPD und Grüne wollen die im Belastungsausgleichsgesetz zur Kleinkindbetreuung Auszahlung vorziehen. - lnw

Quelle: wa.de

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