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Kuriere bringen Geld aus Straftaten in die Türkei: Razzia gegen Geldwäsche-Bande - auch in Bönen

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Von: Kristina Köller

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Razzia gegen Geldwäsche-Bande
Polizisten untersuchen Räumlichkeiten in einem Gewerbegebiet. Um einer Geldwäsche-Bande das Handwerk zu legen, hat ein Großaufgebot an Beamten eine Razzia in mehreren Städten Nordrhein-Westfalens durchgeführt. © Roland Weihrauch/dpa

Eine Geldwäsche-Bande steht seit Mittwochmorgen im Fokus von Razzien in NRW. 40 Gebäude werden durchsucht. Spezialkräfte sind im Einsatz.

Update, 13.58 Uhr: Neue Details zum Großeinsatz gegen eine kriminelle Geldwäsche-Bande: Seit Mittwochmorgen laufen landesweit Durchsuchungen. Mancherorts sind Spezialeinheiten im Einsatz. 40 Gebäude - darunter Wohn- und Geschäftsräume sowie Lagerhallen - werden durchsucht. In diesen Städten:

Wie es seitens der Staatsanwaltschaft Köln, des Zollfahndungsamtes Essen und des Landeskriminalamts heißt, ist auch Europol in die Unterstützung der Ermittlungen eingebunden. „Aufgrund der Gefährlichkeit einzelner Beschuldigter wurden an drei Objekten Spezialeinheiten eingesetzt“, heißt es.

Die gemeinsame Ermittlungskommission ermittelt seit einem Jahr gegen eine Gruppierung, die ab dem Jahr 2019 durch Kuriere auf dem Luft- und Landweg Bargeld, das aus Straftaten stammen soll, in die Türkei nach Istanbul transportierte. Das Bargeld soll in Lagerhallen in Bochum und Ratingen angenommen, gezählt, verpackt und auf die Kuriere verteilt worden sein, heißt es. Im Vorfeld wurden bei den Kurieren insgesamt 6.764.575 Euro sichergestellt.

„Bei den Maßnahmen wurden bislang Datenträger, Mobiltelefone und schriftliche Unterlagen sichergestellt; die Auswertung bleibt abzuwarten“, heißt es.

Darüber hinaus wurden zwei Haftbefehle des Amtsgerichts Köln gegen eine 46-jährige türkischstämmige Person aus Duisburg sowie eine 53-jährige türkischstämmige Person aus Düsseldorf vollstreckt. Die Beschuldigten sollen noch heute dem Amtsgericht Köln zur Verkündung der Haftbefehle vorgeführt werden.

[Erstmeldung] Düsseldorf - In NRW läuft am Mittwochmorgen, 27. Oktober, ein Großeinsatz gegen 46 Beschuldigte, die unter dem Verdacht der Geldwäsche in besonders schweren Fällen stehen. Seit dem frühen Morgen werden 49 Objekte durchsucht - darunter Wohn- und Gemeinschaftsräume sowie Lagerhallen.

Davon berichteten die Staatsanwaltschaft Köln, des Zollfahndungsamt Essen und das Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen in einer gemeinsamen Pressemitteilung.

In dem Verfahrenskomplex sind Ermittler der Gemeinsamen Finanzermittlungsgruppe des Landeskriminalamtes NRW und des Zollfahndungsamtes Essen im Einsatz. Gemeinsam mit Beamten des Polizeipräsidiums Düsseldorf und der Kreispolizeibehörde Mettmann durchsuchen sie aktuell landesweit die Gebäude.

Laut dpa sind 250 Einsatzkräfte in Köln, Düsseldorf, Essen und weiteren Städten ausgerückt. In Ratingen etwa durchsuchten die Beamten eine Lagerhalle.

Wie Bild berichtet, soll es in erster Linie um Drogen-Kriminalität und das Waschen der damit verdienten illegalen Gelder gehen.

In der Pressemitteilung zu dem Großeinsatz ist auch die Rede von der Vollstreckung dreier Haftbefehle.

Erst Anfang des Monats gab es eine groß angelegte Razzia gegen Drogen-Kriminalität und Geldwäsche in NRW.

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