Lange Liste an Vergehen

Exhibitionist aus dem MK: Kommen Bombendrohungen gegen Europa-Park und Movie-Park von ihm?

Ein Mann (34) aus Lüdenscheid (NRW) soll sich vor Kindern entblößt haben. Auch soll er im Europa-Park Rust und im Movie Park in Bottrop-Kirchhellen Bombenalarm ausgelöst haben.

  • Ein 34-Jähriger Mann aus Lüdenscheid (NRW) soll in zwei Freizeitparks Bombenalarm ausgelöst haben.
  • Sowohl im Europa-Park Rust als auch im Movie Park in Bottrop-Kirchhellen sorgte der Mann aus Lüdenscheid für Chaos.
  • Der 34-Jährige aus Lüdenscheid (NRW) soll sich außerdem vor Kindern entblößt haben.

Lüdenscheid/NRW - Ein 34-jähriger Mann aus Lüdenscheid (NRW) steht wegen exhibitionistischer Handlungen zum wiederholten Mal im Fokus der Justiz. Er soll sich nach Informationen unserer Redaktion vor kleinen Kindern entblößt haben. Diese Taten stehen in einer langen Reihe von Delikten, die dem Mann zur Last gelegt werden.

Im September muss er sich zunächst vor dem Strafrichter verantworten, weil er in zwei Vergnügungsparks Bombenalarm ausgelöst haben soll. 

Lüdenscheid/NRW: Mann (34) löst Bombenalarm im Europa-Park Rust aus

Am Morgen des 27. Oktober 2018 klingelte im Polizeiposten der Gemeinde Rust, knapp 40 Kilometer nördlich von Freiburg, das Telefon. Der Anrufer sagte, er habe im Europa-Park einen Mann mit einem Rucksack gesehen, aus dem Drähte ragen, das sei sicher eine Bombe. Aus Angst habe er sich auf einer Toilette eingeschlossen. 

Lüdenscheid/NRW: Europa-Park Rust wird nach Anruf evakuiert

Es folgten Absperrungen und Durchsuchungen im Europa-Park Rust, von einer Evakuierung sahen die Sicherheitskräfte ab. 

Nach vorliegenden Informationen hat der 34-Jährige aus Lüdenscheid (NRW) bei dem Telefonat einen falschen Namen genannt und sich als jemand ausgegeben, mit dem er in Lüdenscheid aus gemeinsamen Zeiten in der Wohngruppe einer Unterkunft offenbar noch eine Rechnung offen hatte. 

Darauf stürmte ein Sondereinsatzkommando (SEK) der Polizei die Wohnung dieses Mannes, der mit seiner Freundin ahnungslos auf der Couch saß und Fernsehen guckte.

Lüdenscheid/NRW: Bombenalarm im Movie Park in Bottrop-Kirchhellen 

Vier Tage später soll der Angeklagte – er ist britischer Staatsbürger, in Wolverhampton geboren und hat pakistanische Wurzeln – erneut Bombenalarm ausgelöst haben, diesmal im Movie Park in Bottrop-Kirchhellen. Ein Mann, teilte er der dortigen Polizei mit, habe auf dem Gelände gerufen, er werde hier gleich alles in die Luft sprengen. 

Auch in diesem Fall wurde der vorbestrafte Mann aus Lüdenscheid als mutmaßlicher Urheber des Anrufs ermittelt. Die Staatsanwaltschaft hat Anklage wegen „Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten“ in zwei Fällen erhoben. 

Der Movie Park musste auch am 26. Oktober 2018 geräumt werden, nachdem sich ein Anrufer am späten Nachmittag dort gemeldet und von Hinweisen auf eine Bedrohung gesprochen hatte.

Lüdenscheid/NRW: Exhibitionist entblößt sich vor kleinen Kindern

In dem Prozess am 18. September geht es außerdem um einen Fall von Exhibitionismus vom 18. März dieses Jahres. Als er sich nach Erkenntnissen der Ermittler nun erneut zweimal vor kleinen Kindern unsittlich entblößt hatte, schnappte ihn die Polizei. Der Staatsanwalt beantragte einen Haftbefehl, der Haftrichter ließ den Beschuldigten einsperren. 

Besucher fahren im Moviepark in Bottrop mit der Achterbahn "Star Trek.

Möglicherweise muss er nun die Zeit bis zur Eröffnung der Hauptverhandlung hinter Gittern verbringen. 

Zum ersten Mal wurde der Mann aus Lüdenscheid im Juli 2017 am Landgericht Hagen verurteilt, zu 15 Monaten mit Bewährung wegen Nötigung, Beleidigung, Bedrohung und versuchter Körperverletzung. Zuvor hatte die Justiz unter anderem wegen Nachstellung und Exhibitionismus insgesamt zehn Strafverfahren gegen ihn eröffnet, die jedoch allesamt eingestellt wurden. 

Lüdenscheid/NRW: Vollgelabert und im Genitalbereich befummelt

Denn es war ein psychiatrisches Gutachten in der Welt, in dem der Sachverständige den Mann aus Lüdenscheid als schuldunfähig eingestuft hatte. Die laut Landgericht vergleichsweise „nicht sehr erheblichen“ Taten haben dem Verurteilten vor drei Jahren den Gang hinter die Mauern einer Forensik erspart. Ein Kripo-Beamter fasste damals im Zeugenstand zusammen: „Die Geschädigten wurden von ihm vollgelabert und im Genitalbereich befummelt.“

Laut Gutachter gilt der Mann aus Lüdenscheid als Autist und leidet unter einer Intelligenzminderung. Ob ihm die Diagnose diesmal dabei hilft, erneut mit einem blauen Auge aus der Sache herauszukommen, ist offen. Details der jüngsten Vorwürfe waren von der Justiz nicht zu erfahren.

Quelle: wa.de

Rubriklistenbild: © Symbolfoto/AFP/Thomas Kienzle

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