NRW-Ministerpräsidentin Kraft stellt Kinder 2012 in den Mittelpunkt

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NRW-Regierungschefin Hannelore Kraft (SPD) will trotz Sparzwangs ein engmaschiges Netz an Unterstützungsangeboten für Kinder und Familien knüpfen.

ÜSSELDORF/BLOMBERG - NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) will auch 2012 die Förderung von Bildung, Familien und Kommunen zum Schwerpunkt ihrer Arbeit machen.

In ihrer Neujahrsansprache warb sie erneut dafür, Geld in diese Bereiche zu stecken – trotz des angespannten Landeshaushalts. „Investitionen in Kinder, Bildung und in die Städte, Gemeinden und Kreise sind die richtige Zukunftspolitik“, sagte Kraft.

„Es muss darum gehen, vor Ort Strukturen zu verbessern, um so ein engmaschiges Netz an Hilfen und Unterstützungen für Kinder und Familien zu knüpfen – mit Schulen, Kindertagesstätten, Jugendhilfe, Ärzten und vielen anderen“, erläuterte die Chefin der rot-grünen NRW-Minderheitsregierung. Im neuen Jahr werde diese „gezielte Vorbeugung“ in mehreren Kommunen des Landes gestartet. Gleichzeitig bekannte sich die Ministerpräsidentin zum Sparen – „um die öffentlichen Finanzen Stück für Stück wieder ins Gleichgewicht zu bringen“. Die Düsseldorfer Regierungschefin rief die Bürger zudem zu einem couragierten Vorgehen gegen Fremdenfeindlichkeit auf.

Unterdessen haben die beiden großen Kirchen in ihren Neujahrsbotschaften vor Resignation angesichts der politischen Herausforderungen 2012 gewarnt. Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Nikolaus Schneider, rief am Neujahrstag dazu auf, Schmerzen und Leid nicht zu verdrängen. „Der Glaube an Gott garantiert nicht, dass wir von Leid verschont bleiben“, sagte der Präses der rheinländischen Kirche in seiner Predigt in der Dresdner Frauenkirche. Der Glaube gebe die Kraft, beharrlich für den Frieden zu arbeiten und zuversichtlich Gerechtigkeit zu suchen.

Der katholische Erzbischof von Paderborn, Hans-Josef Becker, appellierte an die Christen, bereit für einen Neuanfang zu sein. Der Aachener Bischof Heinrich Mussinghoff forderte angesichts von Wirtschaftskrise und „Eurokatastrophe“ ein „weltweites neues politisches Ordnungssystem“. Der Bischof kritisierte unter anderem die Steuerung durch die Märkte und Ratingagenturen. Wirtschaft brauche Ethik. - lnw/epd

Quelle: wa.de

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