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NRW-Landtagswahl 2022: Kutschaty und die SPD sollten nicht einfach herunterzählen - Kommentar

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Von: Alexander Schäfer

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Das Rennen um die NRW-Landtagswahl 2022 ist völlig offen. Die SPD liegt in einigen Umfragen vorn, sollte sich aber nicht zu sicher sein. Ein Kommentar.

Hamm - Die Frage, wer nach der NRW-Landtagswahl 2022 das Land regieren wird, ist völlig offen – und damit auch der weitere Werdegang von Hendrik Wüst. Die SPD schrieb in einer Pressemitteilung schon frech „Noch-Ministerpräsident“. Angesichts der neuen Nähe zwischen SPD, Grünen und FDP ist es nicht ausgeschlossen, dass Wüst als der Ministerpräsident mit der kürzesten Amtszeit in die Geschichte von NRW eingehen wird.

NRW-Landtagswahl 2022: Die SPD sollte nicht einfach herunterzählen - Kommentar

Seine Koalition hat in den Umfragen keine Mehrheit, die SPD liegt ganz aktuell sogar leicht vorne. Und die von Wüst beschworene schwarz-gelbe Liebe ist angesichts des Streits zwischen CDU und FDP um die richtige Corona-Politik nur eine ausgelutschte Werbephrase.

Doch die SPD ist klug beraten, die 100 Tage bis zur Wahl nicht einfach herunter zu zählen. Denn im direkten Vergleich liegt Wüst in Umfragen klar vor Herausforderer Thomas Kutschaty. Sollte auch diese Landtagswahl am Ende eine Personenwahl werden, spräche das – zumindest Stand heute – eher für Wüst. Kutschatys Bekanntheitsgrad ist freundlich formuliert ausbaufähig.

Wüst hat den Vorteil, als Amtsinhaber und Chef der Ministerpräsidentenkonferenz mehr Präsenz zeigen zu können. Und den kann und wird er reichlich nutzen. So ist es nicht ausgeschlossen, dass am Ende CDU, FDP und Grüne eine Regierung bilden werden. Sollte Wüst Ministerpräsident bleiben, könnte dieser sogar der nächste CDU-Kanzlerkandidat werden.

Doch all das ist heute noch völlig ungewiss.

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