Andere Verkehrsteilnehmer gefährdet

Unter Beifall durch den Kreisverkehr: Fahranfänger muss nach kuriosem Drift Führerschein abgeben

Unter Beifall durch den Kreisverkehr: Ein Fahranfänger muss nach einem kuriosen Drift in Iserlohn seinen Führerschein abgeben.
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Unter Beifall durch den Kreisverkehr: Ein Fahranfänger muss nach einem kuriosen Drift in Iserlohn seinen Führerschein abgeben.

Motorengeheule. Quietschende Reifen. Beifall und Gegröle. Unter Applaus fuhr ein Fahranfänger Drifts durch einen Kreisverkehr. Die Polizei schritt ein.

Iserlohn - Am Donnerstagabend ist ein 19-Jähriger in Iserlohn durch einen Kreisverkehr gefahren. Das Kuriose: Der Fahranfänger drehte sich um die eigene Achse, anstatt eine Ausfahrt zu nehmen - und bekam dafür sogar noch Beifall.

Etwa zehn Minuten ertönten an einem großen Kreisverkehr in Iserlohn Motorengeheule und quietschende Reifen. Doch irgendwann wurde es ein paar Zeugen zu bunt und sie riefen die Polizei, die sich sofort auf den Weg zum Tatort machte.

Illegaler Drift durch Kreisverkehr: Einlage trotz anderer Autos

An der Sümmerner Straße angelangt war der geschilderte Fahrer nicht mehr mit seinem Drift-Wagen anzutreffen. Stattdessen wandte sich die Polizei ein paar Zeugen zu, die den Beamten den Tathergang noch einmal genauer erklärten.

Gemäß der Zeugenaussagen handelte es sich bei dem besagten Auto um einen 3er BMW, der mit hoher Geschwindigkeit durch den Kreisverkehr fuhr und sich dabei um die eigene Achse drehte. Dass zwischenzeitlich immer wieder andere Fahrzeuge ebenfalls durch den Kreisverkehr fuhren, schien den Fahrer des BMW nicht von seiner Einlage abzubringen.

Zu allem Überfluss - so berichteten es die Zeugen - hätten gleich mehrere Personen am Straßenrand gestanden und wegen der Drifts Beifall geklatscht. Die Aktion sei auch mit Handykameras gefilmt worden.

Illegaler Drift durch Kreisverkehr: Polizei findet Fahrer und Applaudierende

Nach der Vernehmung der Zeugen machte sich die Polizei auf den Weg, um nach dem BMW-Fahrer zu fahnden. Unweit des Tatorts fanden die Beamten tatsächlich den verdächtigen mit dem gesuchten Wagen - so wie neun weitere Personen. Es schien sich um jenen Trupp der zuvor Applaudierenden gehandelt zu haben.

Denn bei ihrer Untersuchung fanden die Polizisten auf dem Handy eines 20-jährigen Iserlohners ein Video, das die Aktion dokumentiert. Die Beamten stellten das Handy sicher.

Auch der Führerschein des Fahrers - einem 19-jährigen jungen Mann aus Iserlohn - wurde sichergestellt, nachdem dieser zugegeben hatte, durch den Kreisverkehr gefahren zu sein und sich dabei um die eigene Achse gedreht zu haben. Die Polizei ermittelt nun wegen Gefährdung des Straßenverkehrs.

Je nachdem, wie sich die Inzidenz im Märkischen Kreis entwickelt, könnte es künftig auch problematisch werden, überhaupt zu zehnt mit Personen aus mehreren Haushalten in Iserlohn zusammenzukommen, so wie es der Trupp um den BMW-Fahrer tat. Ab einer Inzidenz von 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in sieben Tagen, ist das nämlich nicht mehr erlaubt. Aktuell liegt die Inzidenz im Märkischen Kreis bei über 35.

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