Von 1,6 auf 1,1 Promille

Radler: Innenminister will Promillegrenze senken

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DÜSSELDORF - Nordrhein-Westfalens Innenminister Ralf Jäger (SPD) fordert die Senkung der Alkoholgrenze für Radfahrer von derzeit 1,6 auf 1,1 Promille.

"Radfahren unter Alkoholeinwirkung ist kein Kavaliersdelikt", sagte Jäger der "Rheinischen Post" in Düsseldorf. Die Polizeistatistik zeige, dass betrunkene Radler nicht mehr sicher am Straßenverkehr teilnähmen. Sie seien eine Gefahr für sich und andere.

Auch der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) macht sich für eine Grenze von 1,1 Promille stark. Radfahrer mit hohem Blutalkoholgehalt hätten ein deutlich größeres Unfallrisiko, sagte ADFC-Sprecher René Filippek. Gesichtsverletzungen seien bei Alkoholunfällen dreimal so häufig wie bei nüchternen Fahrradfahrern.

Für Autofahrer liegt der sogenannte Gefahrengrenzwert bei 0,5 Promille, ab 1,1 Promille wird ihnen absolute Fahruntüchtigkeit unterstellt.

Dagegen wurde für Radfahrer bislang kein Gefahrengrenzwert festgelegt. Die absolute Fahruntüchtigkeit gilt bei ihnen ab 1,6 Promille. Radfahrer riskieren aber bereits ab 0,3 Promille Alkohol im Blut eine Strafanzeige wegen Trunkenheit, wenn sie in einen Unfall verwickelt werden.  - epd

Quelle: wa.de

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