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Ukraine-Krieg: NRW-Ministerpräsident Wüst verrät Pläne für Flüchtlinge

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Von: Tobias Schneider

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Tausende Geflüchtete aus der Ukraine sind in NRW angekommen. Wie lange werden sie bleiben? Ministerpräsident Wüst gibt eine Aussicht.

NRW – Seit mittlerweile mehr als einem Monat wütet in der Ukraine ein Krieg. Tausende Menschen sind aus dem Land in Osteuropa gen Westen geflohen. Seit dem russischen Angriff auf die Ukraine* brachten sich 2,3 Millionen Menschen in Polen in Sicherheit. Die Bundespolizei in Deutschland zählte bislang 266.975 Geflüchtete – überwiegend seien es Frauen, Kinder und alte Menschen. Auch in NRW sind Flüchtlinge angekommen. Wie lange bleiben sie? RUHR24* kennt erste Antworten.

BundeslandNRW
LandeshauptstadtDüsseldorf
EreignisUkraine-Krieg und seine Folgen

Ukraine-Krieg: NRW nimmt tausende Flüchtlinge auf – Wüst stellt Bevölkerung ein

Die Folgen des Ukraine-Kriegs haben längst Nordrhein-Westfalen erreicht. Hohe Spritpreise, Hamsterkäufe in den Supermärkten* und rasant gestiegene Energiepreise belasten nicht nur den Geldbeutel, sondern auch manch ein Nervenkostüm. Die Bundesregierung hat ein Entlastungspaket für die Bundesbürger geschnürt*. Steuersenkungen, Einmalzahlungen und Vergünstigungen für den ÖPNV sind darin enthalten – wann das 9-Euro-Ticket für Bus und Bahn kommt, ist unklar*.

Aber auch die Unterbringung der Ukraine-Flüchtlinge wird zu einer Herausforderung. NRW-Regierungschef Hendrik Wüst (CDU) bereitete die Bevölkerung Anfang März vor, viele Flüchtlinge aufzunehmen. Nun stimmte er auf ein längeres Bleiben der Menschen aus der Ukraine ein.

NRW: Ukraine-Flüchtlinge werden laut Hendrik Wüst „länger bleiben, als sie aktuell wollen“.

„Wir müssen der Tatsache ins Auge schauen, dass die Menschen länger in Deutschland bleiben, als sie es aktuell wollen und planen“, sagte Wüst am Samstag (26. März) in Köln. Das Land müsse nun zeigen, dass es aus dem Flüchtlingszustrom 2015 gelernt habe.

Die Bilder der russischen Zerstörungen in Städten wie Mariupol und Kiew seien erschütternd. „Wer vor Putins Krieg flieht, ist bei uns in Nordrhein-Westfalen herzlich willkommen“, so der Ministerpräsident. Das Land NRW werde die Kommunen mit der Herausforderung der Flüchtlingsaufnahme nicht allein lassen, versprach Wüst. 1,6 Milliarden Euro stünden für Flüchtlinge zur Verfügung. „Zur Not werden wir draufsatteln.“

Die Solidarität mit den Geflüchteten sei nach wie vor sehr hoch – so auch in der Stadt Dortmund. Sozial- und Gesundheitsamtsdezernentin Birgit Zoerner verriet, dass „in Dortmund fast 4.000 Geflüchtete versorgt“ würden* (Stand 22. März). Meist seien es Mütter mit Kindern. Die meisten seien privat untergekommen. „Trotzdem kümmern wir uns jetzt verstärkt um weitere Unterbringungsplätze“, so Zoerner.

Fast 150.000 Geflüchtete aus der Ukraine sind in Deutschland registriert worden.
Tausende Geflüchtete aus der Ukraine sind in Deutschland angekommen. © Marcus Brandt/dpa

NRW: Ukraine-Flüchtlinge kommen in NRW unter – Konzerthallen als Übernachtungsmöglichkeit

Eine Unterkunft ist beispielsweise die Warsteiner Music Hall auf Phoenix-West*. Das hat die Stadt Dortmund am Mittwoch (23. März) bekannt gegeben. In der Konzerthalle sollen vorübergehend bis zu 600 Personen Unterschlupf finden.

In nahezu jeder Stadt in NRW finden sich Anlaufstellen für Flüchtlinge*. Die Landesregierung hat am 9. März zudem eine Wohnraumkarte aktiviert. Auf der Karte sind bereitgestellte Unterkünfte für Geflüchtete eingetragen, die von 480 Mitgliedsunternehmen und Genossenschaften des Verbandes der Wohnungswirtschaft bereitgestellt werden. Die Koordinierung der Unterbringung durch die Städte und Kommunen soll damit erleichtert werden *RUHR24 ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

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