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Ruhrgebiet: Bahn plant Mega-Projekt und mehrere Städte sollen profitieren

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Von: Tobias Schneider

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Die Bahn investiert Milliarden in die Schiene. Einige Ruhrgebietsstädte profitieren davon.

Dortmund – Es ist ein Milliardenprojekt für NRW: Die Deutsche Bahn will in diesem Jahr zwei Milliarden Euro für die Modernisierung des Schienennetzes und viele Bahnhöfe investieren – 140 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Gleise, Weichen und Brücken sollen erneuert werden, aber auch einige Bahnhöfe bekommen eine Frischzellenkur – davon einige im Ruhrgebiet, weiß RUHR24*.

UnternehmenDeutsche Bahn AG
HauptsitzBerlin
Gründung1994
Umsatz44,43 Milliarden Euro (2019)

NRW: Milliardenprojekt der Bahn im Ruhrgebiet – Bahnhöfe in Dortmund und Herten betroffen

NRW-weit sollen 310 Kilometer Gleise, 415 Weichen und 21 Brücken modernisiert werden, heißt es in der Mitteilung. 140 Haltepunkte und Bahnhöfe – darunter Dortmund, Herten und Hamm-Westtünnen werden erneuert. Am Dortmunder Hauptbahnhof laufen derzeit die ersten Arbeiten an. Der Fußgängertunnel zwischen Gleis 11 und 16 ist unter freiem Himmel.

Laut einem Bericht der Ruhr Nachrichten wird der Tunnel erweitert und anschließend die darüber liegenden Gleise erneuert. Im Sommer 2022 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Anschließend werden andere Gleise in Angriff genommen. Bereits zuvor hatte die Bahn angekündigt, Millionen in ein Mega-Projekt in Dortmund zu stecken*.

NRW: Bahnverbindungen werden ausgebaut – auch eine Strecke mit Halt in Dortmund dabei

Auch in Herten wird fleißig gebaut. Bisher rollten Züge durch die Stadt im Ruhrgebiet, ohne dort anzuhalten. Das soll sich künftig ändern. Laut einem Bericht der Hertener Allgemeinen Zeitung sei ein erster Halt im Dezember geplant. Die S9 soll dann von Bottrop Hauptbahnhof nach Recklinghausen Hauptbahnhof fährt – mit Zwischenstopp in Herten.

Was soll sonst noch modernisiert werden? Ein weiterer Schwerpunkt sei der dreigleisige Ausbau der Betuwe-Strecke zwischen Emmerich und Oberhausen sowie der Grenze zu den Niederlanden für den Güterverkehr. Im Personenverkehr gehe der Ausbau der stark ausgelasteten Strecke zwischen Köln und Dortmund für den Rhein-Ruhr-Express (RRX) weiter – 2022 vor allem zwischen Leverkusen und Langenfeld.

Deutsche Bahn
Ein ICE fährt durch die Stadt. Die Deutsche Bahn will in NRW investieren. © Christophe Gateau/dpa/Symbolbild

NRW: Bahn will digitaler unterwegs sein – mehr Jobs bei DB möglich

Außerdem treibe die Bahn in NRW die Digitalisierung voran – unter anderem mit neuen elektronischen Stellwerken am Bahnknoten Köln für die linke Rheinseite und den Kölner Hauptbahnhof, heißt es in einem DPA-Bericht.

Als Folge des massiven Ausbaus werde bei der Deutschen Bahn (DB) Personal gesucht. Laut Bahn sollen in NRW im laufenden Jahr 710 zusätzliche Ingenieure und Fachkräfte für Ausbau und Instandhaltung eingestellt werden. 500 neue Jobs soll schon das neue ICE-Werk am Dortmunder Hafen bringen*.

Ziel der Bahn als bundeseigener Eisenbahnkonzern sei es, dass sich bis 2030 die Verkehrsleistung im Schienenpersonenverkehr nach dem Willen der Bundesregierung verdoppelt *RUHR24 ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

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