Chinas Staatschef zu Gast in Nordrhein-Westfalen

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Der chinesische Staatspräsident Xi Jinping begrüßt im Hotel InterContinental in Düsseldorf die nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD).

DÜSSELDORF - Wirtschaftspolitische Gespräche, und die Ankunft eines Frachtzugs der China mit Europa verbindet: Chinas Staatschef Xi Jinping ist zu Gast in NRW, dem Zentrum der deutsch-chinesischen Handelsverbindungen.

Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping ist zu Gast in Nordrhein-Westfalen. Nach seinem Besuch in Berlin setzte er am Samstag seine erste Europareise nach Amtsantritt in Düsseldorf fort. Xi ist unterwegs mit einer Wirtschaftsdelegation, darunter auch einige chinesische Minister.

In der Landeshauptstadt traf er sich am Nachmittag mit Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) und trug sich in das Gästebuch der Landesregierung ein. Das chinesische Staatsoberhaupt habe Nordrhein-Westfalen als besonders leistungsstark gelobt, hieß es aus Regierungskreisen in Düsseldorf.

Das Land habe sich seit Amtsantritt der Ministerpräsidentin gut entwickelt, habe Xi gelobt. Sein Besuch sei ein "sehr starkes Signal an die chinesischen Unternehmen", dass NRW ein optimaler Standort für Investitionen sei. Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) habe erwidert, chinesische Unternehmen seien herzlich willkommen. Xis Besuch sei eine große Ehre.

Anschließend hatte der Chinese eine Unterredung mit Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD). NRW ist nach Angaben der Staatskanzlei mit 800 hier ansässigen chinesischen Firmen das Zentrum der deutsch-chinesischen Wirtschaftsbeziehungen. 25 000 Chinesen leben in NRW.

Am späten Nachmittag brach die Delegation in den Duisburger Hafen auf. Dort soll Xi der Einfahrt eines "Yuxinou"-Zugs beiwohnen. Diese Zugverbindung transportiert seit 2011 Waren zwischen dem großen europäischen Binnenhafen Duisburg und der chinesischen Millionenmetropole Chongqing. Frachtzüge auf der Linie legen die 10 300 Kilometer bis zu dreimal in der Woche zurück, brauchen 16 Tage und ist damit fast doppelt so schnell wie der Seeweg und halb so teuer wie Luftfracht.

Xis Frau, Peng Liyuan, sollte unterdessen gemeinsam mit NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann (Grüne) in Essen das Burggymnasium besuchen. Dort können Schüler in der Oberstufe Chinesisch lernen und als Abiturfach wählen.

Am Abend hat Kraft zu einem Bankett mit hochrangigen Wirtschaftsvertretern aus Deutschland und China eingeladen. Seit seinem Amtsantritt ist dies Xis erster Staatsbesuch in Deutschland. Zuletzt war sein Vorgänger Hu Jintao 2005 in Deutschland zu Gast, damals ebenfalls mit Station in Nordrhein-Westfalen. Xi reist am Sonntagmorgen wieder ab. - lnw

Quelle: wa.de

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