Warnstreiks im öffentlichen Dienst verlaufen ruhig

DÜSSELDORF - Die Beschäftigten im öffentlichen Dienst in NRW haben dieses Mal anders gestreikt als sonst. Ohne Trillerpfeifen und auch sonst viel ruhiger. Ursache ist der Absturz der Germanwings-Maschine.

Im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes der Länder haben am Mittwoch in Nordrhein-Westfalen laut Verdi rund 7000 Beschäftigte demonstriert. Die Kundgebungen in Köln, Duisburg, Dortmund, Münster und Bielefeld begannen mit einer Gedenkminute für die Opfer des Flugzeugabsturzes.

"Auf den üblichen Einsatz von Trillerpfeifen ist weitgehend verzichtet worden", sagte NRW-Sprecher Günter Isemeyer. Es sei schon fast gespenstisch ruhig gewesen. Verdi-Landesleiterin Gabriele Schmidt in Dortmund erklärte, sie erwarte am Samstag in Postdam von den Arbeitgebern ein Angebot.

Sollte es nicht zu einer Einigung kommen, sei NRW zu weiteren Streiks und zur Urabstimmung bereit. Aufgerufen waren Mitarbeiter von Universitätskliniken und Hochschulen, von Gerichten, Finanzämtern, Ministerien und anderen Landesbehörden. Auch angestellte Lehrer streikten erneut.

An den Unikliniken seien einige Operationen verschoben worden, hieß es. Für die Tarifbeschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder fordert Verdi 5,5 Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 175 Euro mehr im Monat.

Auszubildende sollen unbefristet übernommen werden, monatlich 100 Euro und vier Tage mehr Jahresurlaub bekommen. Die Verhandlungen für rund 800 000 Angestellte der Länder gehen am Samstag in Potsdam weiter. Warnstreiks und Veranstaltungen waren auch in Niedersachsen und Bremen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Baden-Württemberg geplant. - dpa

Quelle: wa.de

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