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Novavax: Run auf erste Impfungen mit neuem Corona-Impfstoff in NRW

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Von: Simon Stock

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Novavax hat geliefert: In NRW haben die Impfungen mit dem neuen Corona-Vakzin begonnen. In Essen war der Andrang auf Nuvaxovid groß.

Hamm - Es geht los: In Nordrhein-Westfalen haben die Impfungen mit dem neuen Corona-Vakzin Nuvaxovid des US-Herstellers Novavax begonnen. Der neue Protein-Impfstoff gilt als geeignet, einen Teil der bisherigen Impfskeptiker von einem Pieks zu überzeugen.

Hersteller/EntwicklerNovavax
Name des ImpfstoffsNuvaxovid
Art des ImpfstoffsProtein-Untereinheit

Novavax: Impfungen mit Nuvaxovid in NRW gestartet

In mehreren NRW-Städten sind am Sonntag (27. Februar) die ersten Personen mit dem Wirkstoff von Novavax gegen Corona geimpft worden. Von 11 Uhr an konnten sich Erwachsene bei einer Sonder-Impfaktion etwa an der Zeche Zollverein in Essen mit dem proteinbasierten Impfstoff immunisieren lassen.

Der Andrang war groß. „Wir hatten zuvor 400 Termine vergeben“, berichtete Essens Stadtsprecherin Silke Lenz der Deutschen Presse-Agentur. Essen wich im Laufe des Tages von der Strategie ab, nur Menschen mit Terminen zu impfen. „Wir haben dann mitgeteilt, dass jeder am Sonntag auch ohne Termin kommen kann.“

Essen hatte beispielsweise rund 5000 der landesweit 154.500 zur Verfügung stehenden Dosen von Novavax in NRW erhalten. „Ungefähr die Hälfte der am Sonntag geimpften Personen waren priorisiert. Die anderen 50 Prozent waren Menschen, die zum Beispiel eine Unverträglichkeit gegen die mRNA-Impfstoffe haben oder ihnen skeptisch gegenüberstehen“, erläuterte Lenz.

Novavax soll Corona-Impfskeptiker in NRW überzeugen

Auch in anderen NRW-Städten wie Duisburg, Lünen (Kreis Unna) oder Viersen am Niederrhein wurde am Sonntag erstmals mit Nuvaxovid geimpft. Die NRW-Landesregierung hofft, mit dem neuen Impfstoff auch bisherige Impfskeptiker zu erreichen und die Immunisierungsquote insgesamt zu erhöhen. Schätzungen gehen davon aus, dass die Impfquote in Deutschland durch das Mittel von Novavax um drei Prozent gesteigert werden kann. Das Mittel wird in zwei Dosen im Abstand von etwa drei Wochen gespritzt.

Impfzentren wollen mit Novavax-Impfungen starten
Hoffnungsträger Nuvaxovid: Der Corona-Impfstoff des US-Herstellers Novavax könnte Impfskeptiker vom Pieks überzeugen. © Guido Kirchner/dpa

In NRW und anderen Bundesländern wird es noch länger dauern, bis sich jeder beim niedergelassenen Arzt oder in der Apotheke mit dem Vakzin von Novavax impfen lassen kann. Denn in der ersten Runde gelten die Impfangebote vorrangig dem Gesundheitspersonal in Krankenhäusern und Heimen. Hintergrund: Ab dem 15. März gilt die einrichtungsbezogene Impfpflicht.

Der Impfstoff des US-Herstellers Novavax ist erst der fünfte, der in der EU zugelassen worden ist. Er unterscheidet sich in seiner Bauart von den Vakzinen von Biontech, Moderna (beide mRNA), Astrazeneca sowie Johnson&Johnson (beide Vektor). In Hamm und vielen anderen NRW-Städten werden die Impfungen mit dem Wirkstoff von Novavax am 28. Februar beginnen. (mit dpa)

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