Norovirus im Hochsauerland: 50 Kinder liegen flach

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Eine Schützenhalle im sauerländischen Sundern wurde von der Polizei gesperrt.

SUNDERN/MESCHEDE - Dutzende kranke Kinder und ein Noroviren-Verdacht haben in einem Ferienlager hat im sauerländischen Sundern zu einem Großeinsatz geführt. Rund 50 von 80 Kindern erkrankten am Wochenende an Durchfall und Erbrechen.

200 Kräfte von Feuerwehr und anderen Hilfsdiensten waren mit rund 60 Einsatzfahrzeugen im Einsatz, um die jungen Patienten in Desinfektionsschleusen zu dekontaminieren, in Krankenhäuser zu bringen und zu versorgen.

Die Ursache für die Massenerkrankung sei wahrscheinlich eine Noroviren-Infektion, sagte ein Sprecher des Hochsauerlandkreises am Sonntag. Eine endgültige Aussage hierzu könnten die mit der Laboruntersuchung von Stuhlproben beauftragten Virologen allerdings erst in den nächsten Tagen treffen.

Etwa 30 Teilnehmer konnten am Samstag wieder mit einem Bus nach Hause fahren, da keine Krankheitsanzeichen vorlagen und Ärzte ihre Reisefähigkeit bestätigten. Die Massenerkrankung bei den Jungen und Mädchen im Alter zwischen 7 und 13 Jahren war in der Nacht auf Samstag aufgetreten. Viele litten unter massiven gesundheitlichen Problemen wie etwa Kreislaufbeschwerden. Die Kinder hatten mit einer Gruppe der Christlichen Arbeiterjugend (CAJ) aus Recke im Kreis Steinfurt ihre Ferien in einer Schützenhalle verbracht.

Eigentlich sollte die gesamte Gruppe am Samstag nach einwöchigem Aufenthalt wieder nach Hause ins Tecklenburger Land fahren. Für Sonntag war die Anreise einer weiteren Gruppe aus Recke-Steinbeck mit 11- bis 14-jährigen Jugendlichen geplant. Vorerst bleibt die Sankt-Agatha-Schützenhalle aber gesperrt und amtlich versiegelt, erklärte der Hochsauerlandkreis am Sonntag. Das gelte auch für das gegenüberliegende Pfarrheim, wo zwischenzeitlich Kinder untergebracht waren.

Sollte sich der Noroviren-Verdacht erhärten, hätten es die Betroffenen mit einem der häufigsten Erreger für plötzlich auftretenden Brechdurchfall zu tun. Noroviren sind leicht übertragbar und weltweit verbreitet. Typische Symptome sind neben Übelkeit, Durchfällen und Erbrechen auch Bauchschmerzen und Mattigkeit. Noroviren können länger als zwölf Tage auf verunreinigten Flächen ansteckend bleiben.

Gesundheitsamt und Lebensmittelüberwachung des Hochsauerlandkreises sind eingeschaltet, um die Ursache für den Ausbruch des infektiösen Geschehens zu klären. Die Bürger von Sundern-Westenfeld hoffen auf eine schnelle Dekontamination der Räume, da sie in drei Wochen ihr 700-jähriges Dorfjubiläum feiern wollen. - dpa

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Quelle: wa.de

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