Wo in NRW studiert es sich am besten? Ranking soll bei Wahl helfen

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GÜTERSLOH - Bei der Wahl des Studienfachs und der Hochschule orientieren sich viele Abiturienten in NRW am jährlichen CHE-Hochschulranking. Doch in der Fachwissenschaft ist die Aussagekraft des Rankings umstritten.

Wer ein Psychologie-Studium in Nordrhein-Westfalen anstrebt, sollte sich laut dem neuem CHE-Hochschulranking in Bielefeld oder Münster umsehen. An den Universitäten in den beiden Städten sind die Fachstudenten sehr zufrieden mit ihrer Studiensituation - das geht aus der Liste hervor, die das Centrum für Hochschulentwicklung der Bertelsmann-Stiftung und der "Zeit"-Studienführer jährlich veröffentlichen. Die Uni Bochum schnitt bei der Beurteilung des Lehrangebots und der Forschungsgelder in dem Fach besonders gut ab. In dem Ranking werden die Studien- und Forschungsbedingungen in über 30 Fächern an 300 Universitäten und Fachhochschulen im deutschsprachigen Raum analysiert.

Wer zum Beispiel Architekt werden möchte, ist demnach etwa an der RWTH Aachen, der Universität Wuppertal oder der Alanus Hochschule in Alfter bei Bonn mit dem Studium besonders zufrieden. An der Fachhochschule Münster ist nach Meinung der Studenten die Ausstattung der Arbeitsplätze in dem Fach spitzenmäßig.

An der TU Dortmund oder der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg schließen dem Ranking zufolge besonders viele junge Menschen ihr Maschinenbau-Studium in der Regelstudienzeit ab. An der Uni Köln trifft das demnach auf Erziehungswissenschaftler zu, an der Uni Düsseldorf auf Germanistik- und Romanistik-Studenten. Wer Bioingenieurwesen studiert, wird den Ergebnissen zufolge etwa an der FH Bielefeld sehr gut betreut.

In dem Hochschulranking werden aktuell Daten über die Studienbedingungen in den Ingenieurwissenschaften, in den Sprach- und Erziehungswissenschaften sowie in Psychologie aufgelistet. Es gibt Angaben über Forschungsgelder oder den Anteil der Absolventen, die ihr Studium in der Regelstudienzeit absolvieren.

Das Ranking ist allerdings in der Fachwissenschaft umstritten. Der Vize-Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Soziologie, Stephan Lessenich, spricht von einer "Gelegenheitsstruktur für Fehlurteile". Die Gesellschaft hat alle Soziologie-Fakultäten aufgefordert, an dem Ranking nicht mehr teilzunehmen. Eine ähnliche Debatte läuft derzeit in der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft. Die Universitäten Hamburg, Köln und Leipzig sind inzwischen vollständig aus der Bewertung durch das CHE ausgestiegen. - dpa

Quelle: wa.de

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