300.000 Besucher werden erwartet

Nordrhein-Westfalen feiert den NRW-Tag in Bielefeld

+
Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft trägt sich zum Auftakt des NRW-Tages in das Goldene Buch der Stadt Bielefeld ein.

BIELEFELD -  "Landesmutter" Hannelore Kraft sieht den NRW-Tag als Symbol der Einheit im Bindestrich-Land. Der Bindestrich sei eben kein Trennungszeichen. Bis Sonntag werden im ostwestfälischen Bielefeld 300.000 Menschen erwartet.

Die nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) hat das ostwestfälische Bielefeld für ein Wochenende zum Regierungszentrum des Landes erklärt. Vor dem NRW-Tag kam das Kabinett am Freitag zu einer Arbeitssitzung zusammen.

Dies sei ein Zeichen dafür, dass "uns die weiter entfernten Regionen des Landes genauso wichtig sind", sagte Kraft bevor sich die Regierungsmannschaft ins Goldene Buch eintrug. Verglichen mit Bielefeld, das sein 800-jähriges Bestehen feiert, sei das 68 Jahre alte Bundesland quasi noch im "Embryonalstadium".

Die unterschiedlichen Traditionen im Land seien nichts Trennendes, sagte Kraft nach der Kabinettssitzung am Freitagabend bei einem Empfang. "Dass unser Land so liebens- und lebenswert ist, hat viel damit zu tun, dass wir so unterschiedliche Stärken in unseren Regionen haben. Das ist spannend, das ist einzigartig, das ist Nordrhein-Westfalen."

Mit einem angeblichen Unterschied räumte der Bielefelder Oberbürgermeister Pit Clausen (SPD) in seiner Antwort gleich auf: "Nicht nur die Rheinländer können feiern, wir können das auch in Ostwestfalen." Kraft wird die Feierlichkeiten am Samstag zusammen mit Clausen offiziell eröffnen. Aber auch schon am Freitag gab es Konzerte der Big Band der Bundeswehr und der Kölner Kultband Höhner.

Für die rund 300.000 erwarteten Besucher haben die Veranstalter ein breites Programm vorbereitet, vom Info-Stand über die historische Kirmes bis zu politischen Diskussionsrunden der Landesminister mit Jugendlichen. Auf acht Bühnen präsentieren sich Live-Bands, Poetry-Slammer und andere Künstler.

Ein Höhepunkt ist der mehr als 2,5 Kilometer lange Festumzug am Samstagnachmittag. Daran beteiligen sich mehr als 75 Gruppen mit zusammen 2600 Teilnehmern.

Kraft wie auch Clausen betonten, dass solch ein Fest nicht ohne die Arbeit von Ehrenamtlichen möglich ist. Jeder dritte Bürger in NRW sei ehrenamtlich aktiv, im Sport, in der Kultur, in der Jugendarbeit oder zur Unterstützung alter Menschen, die möglichst lange in ihren eigenen vier Wänden wohnen bleiben wollen, sagte Kraft. "Ehrenamtliches Engagement ist der soziale Kitt in unserer Gesellschaft."

Bis 2012 wurde der Nordrhein-Westfalen-Tag jedes Jahr in einer anderen Stadt des Bundeslandes ausgetragen. Nun wird es ihn aus Kostengründen nur noch im Zweijahresrhythmus geben.

Quelle: wa.de

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare