Aus für das Nachtleben

Niederlande verschärfen Corona-Regeln - Zahlen drastisch gestiegen

Wegen des drastischen Anstiegs bei den Corona-Zahlen haben die Niederlande die Regeln verschärft. Betroffen ist in erster Linie das Nachtleben im NRW-Nachbarland.

Hamm - Dieser Schritt hatte sich angedeutet. Weil die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in den Niederlanden rasant gestiegen sind, hat das Nachbarland von Nordrhein-Westfalen eine Reihe von Corona-Regeln wieder verschärft. Es betrifft vor allem das Nachtleben. (News zum Coronavirus)

LandNiederlande
HauptstadtAmsterdam
Bevölkerung17,28 Millionen (2019)

Drastischer Corona-Anstieg: Niederlande verschärfen Regeln wieder erneut

So mussten vom Samstag (10. Juli) an Clubs und Discos erneut schließen. Für Gaststätten gilt eine nächtliche Ausgangssperre: Um 0 Uhr ist dort Schluss, wie der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte verkündete. Das ist gleichbedeutend mit dem vorläufigen Aus für das Nachtleben in den Niederlanden nach gerade einmal zwei Wochen.

Doch auch weitere Corona-Regeln wurden wieder verschärft. So sind auch Festivals sowie andere Großveranstaltungen ohne feste Sitzplätze, bei denen kein Sicherheitsabstand gehalten werden kann, wieder untersagt. „Wir müssen die schnelle Verbreitung des Virus abbremsen“, mahnte Mark Rutte. Der niederländische Regierungschef mahnte seine Landsleute zur Vorsicht. Die neuen Corona-Regeln gelten demnach seit Samstag (10. Juli) und mindestens bis zum 13. August.

„Im Moment schießen die Infektionsraten in die Höhe, hauptsächlich wegen der hochansteckenden Delta-Variante“, erklärte der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte. Die Zahl der Neuinfektionen in den Niederlanden war in den vergangenen Tagen drastisch gestiegen: Am Freitag (9. Juli) meldeten die Behörden 7000 neue Fälle innerhalb von 24 Stunden.

Niederlande verschärfen Corona-Regeln: Sieben Mal so viele Neuinfektionen wie in der Woche zuvor

Zuletzt waren in den Niederlanden rund 7000 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden registriert worden - etwa sieben Mal so viel wie in der Vorwoche. Allein in einer Discothek in der NRW-Grenzstadt Enschede nahe der deutschen Grenze hatten sich 600 Menschen infiziert, vor allem Jugendliche. Der Zugang war nur mit einem negativen Testergebnis möglich. Allerdings gab es offenbar viele Fälschungen.

Für die Einreise - etwa aus dem benachbarten Nordrhein-Westfalen - in die Niederlande ändert sich nichts. Für die Niederlande ist Deutschland aktuell kein Hochrisikogebiet. Für einen Ausflug oder Urlaub zum Beispiel an der niederländischen Nordseeküste, in Ferienparks wie Center Parcs oder in Städten wie Amsterdam oder Rotterdam benötigen Reisende derzeit keinen negativen PCR- oder Antigen-Test.

Aber: Sollten Sie mit dem Flugzeug zurück nach Deutschland reisen, müssen alle Urlauber bereits beim Check-in am Abflugort ein negatives Testergebnis vorweisen - auch dann, wenn sie aus einem Nicht-Risikogebieten wieder nach Deutschland reisen. Vollständig Geimpfte, Genesene und Kinder unter 6 Jahren sind von dieser Regel ausgenommen. 

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa | Koen Van Weel

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