Neues Buch über das Felsenmeer

Hemer. „Wir haben bei unseren Arbeiten viele neue Erkenntnisse über das Felsenmeer und seine Geschichte gewonnen“, freute sich Wolfgang Hänisch. Der Autor von „Faszination Felsenmeer“ stellte am Dienstag im Rathaus der Öffentlichkeit sein neues Werk vor.

Bürgermeister Michael Esken hatte aufgrund des Dauerregens kurzfristig den Sitzungssaal zur Verfügung gestellt, da die eigentlich im Felsenmeer geplante Präsentation ansonsten im Wasser versunken wäre. In seiner kurzen Begrüßung zeigte sich Esken erfreut über die tiefgehende Aufarbeitung der Historie des Felsenmeeres und dankte dem Hemeraner Wolfgang Hänisch für seine akribische literarische und wissenschaftliche Arbeit. Diese sei ein weiterer Beitrag für die Erforschung der Geschichte des Felsenmeeres.

Das Buch „Faszination Felsenmeer“ beschreibt die neuesten Forschungsergebnisse rund um das Felsenmeer. „Wir können mittlerweile sagen, dass das Felsenmeer eine Industriebrache des Mittelalters ist“, erläuterte der Autor im Sitzungssaal des Rathauses. Spannend schilderte er die Funde von frühem Erzbergbau des 10. – 13. Jahrhunderts. Viele Höhlen seien durch geologische Ereignisse entstanden, andere wiederum seien Ergebnisse menschlichen Handelns bei der Suche und dem Abbau von Erzen. Dies sei mit Werkzeugfunden und Gesteinsresten klar belegbar. Hänisch selbst vertritt die These, dass bereits vor dem 10. Jahrhundert Bergbau im Felsenmeer stattfand, aber dafür fehlen ihm letzte unwiderlegbare Beweise. Ein Rätsel bleibt für Wolfgang Hänisch, warum der Abbau der Erze schlagartig um das Jahr 1250 endete, obwohl die Vorkommen noch längst nicht erschöpft waren. „Es gibt also noch einiges zu ergründen und zu hinterfragen“, sagte Wolfgang Hänisch. Die Stadt Hemer verfüge mit dem Felsenmeer in jedem Fall über ein Naturdenkmal von großem Wert. „Danach lecken sich andere Städte und Regionen die Finger“, urteilte der Autor.

Der heimische papenbusch-Verlag hat das Buch herausgebracht. „Wir fühlen uns unserer Region verpflichtet“, begründete Verleger Gerhardt Schmidt seinen Entschluss für das Buchprojekt. Es sei wichtig, die Heimatgeschichte zu kennen. Gerade in Zeiten von Globalisierung und Entwurzelung habe der Begriff Heimat eine andere Qualität bekommen. Sein Verlag wolle bei der Vermittlung von Heimatgeschichte einen kleinen Beitrag leisten. „Bücher gehören aufgeschlagen und gelesen, damit man Neues erfährt“, rief Schmidt zum aktiven Einsatz des neuen Buches auf und weiter: „Ein solches Buch über die Geschichte der Heimat gehört in jeden Haushalt.“ Für 9,80 € ist das Buch im örtlichen Buchhandel erhältlich oder über den papenbusch-Verlag zu beziehen.

Quelle: wa.de

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