Neuer Bahn-Fahrplan soll Pendler entlasten

DÜSSELDORF - Am Sonntag ist Fahrplanwechsel. Große Änderungen stehen in Nordrhein-Westfalen nicht an. Es gibt neue ICE- und IC-Verbindungen. Die Nordwestbahn will aufstocken.

Der europaweite Fahrplanwechsel an diesem Sonntag bringt auch für Bahnfahrer in Nordrhein-Westfalen Neuerungen mit sich. Besonders Berufspendler dürften von den Änderungen bei der Deutschen Bahn und den NRW-Privatbahnen profitieren.

Vor allem im Fernverkehr will die Deutsche Bahn (DB) für Entlastung sorgen: So werden ab Sonntag zwei zusätzliche durchgehende ICE-Verbindungen täglich die Rhein-Ruhr-Region mit dem Flughafen Frankfurt und den Bahnhöfen Mannheim und Stuttgart verbinden.

Außerdem gibt es neue IC-Verbindungen auf der Achse Köln-Düsseldorf-Hannover-Berlin mit zusätzlichen Halten in Münster, Herford und Gütersloh.

Wenige Änderungen im Regionalverkehr

Bei den NRW-Regionalzügen der Bahn stehen laut Bahn-Sprecher Dirk Pohlmann hingegen allenfalls geringfügige Änderungen an. "Es kann höchstens sein, dass sich die Abfahrzeiten um ein paar Minuten verschieben", sagte er. An den Kapazitäten der stark frequentierten Linien wie etwa des RE 1 (Aachen-Hamm) könne man nichts Grundlegendes ändern, das Schienennetz in NRW sei ausgelastet.

Auch die Privatbahnen in NRW haben Änderungen angekündigt. So will die NordWestBahn Kapazitäten aufstocken: "Bei uns fällt nichts weg, es kommen nur neue Verbindungen hinzu", sagte Pressesprecher Timo Kerßenfischer. Unter anderem soll es künftig zusätzliche Fahrten für Nachtschwärmer auf der Strecke zwischen Bielefeld und Osnabrück sowie zwischen Bielefeld und Paderborn geben. Außerdem sollen Frühaufsteher montags bis freitags eine zusätzliche Fahrt von Dorsten nach Borken nutzen können.

Einige Tickets werden teurer

Auch der Niers-Express zwischen Kempen und Krefeld startet morgens einmal öfter, drei seiner Fahrten beginnen dann außerdem schon in Kleve beziehungsweise Geldern. Mehr Fahrtmöglichkeiten bieten sich künftig auch Bahnkunden im Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL): Die Regionalbahnen 50, 51, 52, 69 und 89 verkehren dann an einigen Tagen in der Woche länger in den Abend hinein.

Für einige der neuen Angebote müssen die Kunden aber tiefer in die Tasche greifen: Tickets für die erste Klasse in Fernverkehrszügen der DB werden um durchschnittlich 2,9 Prozent teurer, auch die Preise für die Länder-Tickets und das Schönes-Wochenende-Ticket steigen um durchschnittlich 1,9 Prozent. Ebenso haben viele Verkehrsverbünde wie der Verkehrsverbund Rhein Ruhr und der Verkehrsverbund Rhein-Sieg bereits eine Preiserhöhung um bis zu über 3 Prozent zum 1. Januar 2015 angekündigt. Der europaweite Fahrplanwechsel steht einmal im Jahr an - immer am zweiten Sonntag im Dezember. - lnw

Quelle: wa.de

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