In der Stadt

Kampagne: Mehr Spielraum für Kinder

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DÜSSELDORF - Städte und Gemeinden sollen Kindern mehr Raum zum Toben und Spielen in den Straßen einräumen. Deshalb hat die Landesregierung am Mittwoch die Kampagne "Mehr Freiraum für Kinder. Ein Gewinn für alle!" gestartet.

Kinder sollen zum Spielen nicht erst zum nächsten Spiel- oder Sportplatz laufen müssen, sondern Bewegungsangebote direkt vor ihrer Haustür finden. Vorbild der Kampagne ist die hessische Stadt Griesheim (rund 26 000 Einwohner).

Die Umsetzung der Kampagne müsse nicht teuer sein, sagte Bernhard Meyer, selbst aus Griesheim und seit mehr als 30 Jahren Fürsprecher bespielbarer Städte.

Bemalte Pflastersteine zum Hüpfen, freigeschnittene Bordsteine zum Balancieren und offene Bewegungsangebote - so könnten Straßen für Kinder attraktiver werden. Dazu gehört auch weniger Auto-Blech. Meyers Horrorbild: "Rechts die Hauswand, links die Autowand und unten das Verbundsteinpflaster. Da kann man nur sagen: Augen zu und durch."

"Zu wenig Platz für Roller und Rollatoren"

Verkehrsminister Michael Groschek (SPD) sagte: "Es gibt viel zu viel Platz für Autos und viel zu wenig Platz für Roller und Rollatoren." Deshalb sollten Straßen an einzelnen Tagen komplett für den Autoverkehr gesperrt werden.

"Wir müssen begreifen, dass Verkehrssicherheit da beginnt, wo (...) Kinder die Straße als Lebensraum begreifen. Das gilt natürlich nicht für die großen Hauptstraßen, sondern für die vielen Nebenstraßen in den Stadtquartieren." Die würden viel zu oft nur als Parkfläche genutzt.

Schüler würden gerne häufiger vor der Tür spielen

Auch die Schüler der vierten Klasse der Regenbogenschule in Düsseldorf, die bei der Vorstellung der Kampagne dabei waren, würden gern häufiger vor der Haustür spielen. Aber: "Da sind ganz viele Leute immer und wir wollen ja nicht stören", sagte Lea (8). Delina (9) benennt die Gefahren: "Man muss immer aufpassen, weil sonst Unfälle passieren können." - dpa

Quelle: wa.de

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