Rover soll Planet erkunden

NASA-Mission auf dem Mars: NRW spielt jetzt eine zentrale Rolle

Die Welt schaut aktuell gebannt auf die NASA-Mars-Mission „Perseverance“. Was viele dabei nicht wissen: NRW spielt dabei eine wichtige Rolle.

NRW - Der NASA-Rover ist auf dem Mars gelandet. Die Welt hält während der spannenden Mission namens „Perseverance“ (dt. Ausdauer, Beharrlichkeit) den Atem an. Eine entscheidende Rolle bei der Erkundung des äußeren Nachbarn der Erde spielt ein riesiges Radioteleskop aus NRW sowie Bauteile für den Rover, die aus dem bevölkerungsreichsten Bundesland stammen. RUHR24.de* erklärt, welche Aufgabe ihnen zuteil kommt.

Name der Mission„Perseverance“ (dt. Ausdauer, Beharrlichkeit)
StartplatzCape Canaveral AFS Launch Complex 41
Ausführende BehördeNASA

NASA-Mission „Perseverance“ auf dem MARS: NRW spielt zentrale Rolle

Damit die Welt die Landung des Mars-Rovers beobachten konnte und weiterhin kann, sind zwei gigantische Teleskope nötig. Eines davon befindet sich in den USA (West Virgina), das andere, richtig, in Nordrhein-Westfalen. Und zwar im kleinen Effelsberg bei Bad Münstereifel, rund 45 Auto-Kilometer südwestlich von Bonn.

Dort, Mitten in der Eifel, steht seit 1972 eines der beiden größten vollbeweglichen Radioteleskope der Welt - Durchmesser: 100 Meter, Fläche: 7.850 Quadratmeter, Gewicht: 3200 Tonnen. Das Teleskop wird normalerweise eingesetzt zur Beobachtung von Radiostrahlung aus dem gesamten Weltall.

Riesiges Teleskop in NRW liefert wichtige Daten für NASA-Mission auf dem Mars

Das riesige Konstrukt des Max-Planck-Institutes für Radioastronomie in Bonn liefert weltweit die schärfsten Aufnahmen aus dem Weltall. Kein Wunder also, dass es nun auch bei der wichtigen NASA-Mission „Perseverance“ auf dem Mars zum Zuge kommt. Konkret empfängt es Töne bzw. Funksignale, sobald das Mars-Rover in die Marsatmosphäre abgetaucht ist und auf dem Planeten gelandet ist.

Während das Teleskop in der Eifel wichtige Funksignale vom Mars empfängt, tragen Bauteile der Firma „Cerobar“ aus Herzogenrath nahe Aachen dazu bei, dass der Mars-Rover gut über den Planeten - der im Oktober 2020 sogar am Nachthimmel der Erde zu sehen war* - fahren kann. Das Unternehmen stellt Lager für Getriebe und Antriebssysteme für die Luft- und Raumfahrt her.

Unternehmen aus NRW baute Lager für Mars-Rover der NASA

Rund 50 verschiedene Lagertypen aus NRW sind den Angaben des Unternehmens zu Folge im Mars-Rover verbaut. Bei ihrer Reise auf den Mars sind die Bauteile (überwiegend Hybrid-Keramiklager) extremen Bedingungen ausgesetzt: Start, sechsmonatiger Flug zum Mars, und die extremen Vibrationen und Temperaturen bei der Landung mussten überstanden werden. Und das scheint offenbar geglückt zu sein, meldet das Unternehmen.

Am Ende hilft NRW-Technologie dabei, nach Anzeichen von früherem Leben auf dem Mars zu suchen und Gesteinsproben zu sammeln. Doch das ist nicht längst nicht alles. Parallel erforschen Wissenschaftler der Uni-Duisburg-Essen aktuell die sogenannten marsianischen Staubteufel*. Das sind besonders starke Stürme, die bei gutem Wetter entstehen. NRW ist für die Weltraumforschung also kein unwichtiger Standort. *RUHR24.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Nasa/JPL

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