Fälle im Juli und August

Sexual-Straftaten in Bergkamen: Beiden Tatverdächtigen wird schwere Vergewaltigung vorgeworfen

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In Oberaden überfiel ein Mann eine 15-Jährige brutal und schlug sie mit einer Pistole, bevor er sie vergewaltigte.

Mehrere Vergewaltigungen erschütterten im Sommer Bergkamen. Im Juli überfiel ein Mann mit Pistole eine Schülerin und verging sich an ihr, im August vergewaltigte ein weiterer Täter eine junge Frau aus Kamen. Zwei Tatverdächtige wurden gefasst. Ihnen wird nun vor Gericht schwere Vergewaltigung vorgeworfen.

Bergkamen - Im Juli und August gab es zwei Vergewaltigungen in Bergkamen, die die Stadt erschütterten. Zwei Tatverdächtige wurden gefasst, die beiden Männer stehen nun bald vor Gericht. 

Henner Kruse von der Dortmunder Staatsanwaltschaft bestätigte, dass in beiden Fällen Anklage erhoben wurde. Werden die Tatverdächtigen verurteilt, drohen ihnen bis zu 15 Jahre Haft. Im Fall aus dem August wird auch über Sicherheitsverfahrung für den Täter nachgedacht.

Mann überfiel Schülerin in Oberaden

Am 13. Juli wurde in Oberaden ein 15-jähriges Mädchen überfallen und vergewaltigt. Die Schülerin war am Samstagabend auf dem Weg nach Hause und lief dabei über die Bahnhofstraße in Richtung Potsdamer Straße. Dann schlug sie den Fußweg entlang der Gleise in Richtung Rotherbachstraße ein, um nach Hause zu kommen. 

Dort wurde sie von einem Mann überfallen, der ihr mit einer Pistole auf den Kopf schlug und sie vergewaltigte. Der Mann konnte nach der Tat entkommen. Das Mädchen wurde schwer verletzt, neben einem Schädel-Basis-Bruch und mehrfachen Brüchen der rechten Stirnhöhle erlitt sie noch weitere Brüche im Gesicht.

Knapp zwei Wochen später wurde ein 32-Jähriger in Oberaden von der Polizei festgenommen. Nun sitzt er in U-Haft und schweigt. Ihm drohen laut Staatsanwaltschaft bis zu 15 Jahre Haft.

24-Jähriger soll zwei junge Frauen vergewaltigt haben

Eine weitere Vergewaltigung gab es am 11. August. Hier soll ein 24-jähriger Bergkamener eine 21-Jährigen aus Kamen vergewaltigt haben. Die Tat soll sich dann auf einer Wiese in der Nähe der Werner Straße im Bereich Erlentiefenstraße abgespielt haben. Offenbar hatten Opfer und Täter die Hauptstraße unter dem Vorwand, eine Abkürzung zu nehmen, verlassen und waren auf der Wiese unterwegs.

„Hier wurde die junge Frau plötzlich von ihrem Begleiter bedroht. Er schubste sie. Auf dem Boden liegend verging er sich an ihr“, heißt es im Bericht der Polizei.

Nach dem Tatverdächtigen wurde mit Fotos und Hubschraubern gefahndet. Die Polizei fasste ihn schließlich vier Tage später in Senden.

Gericht prüft Sicherheitsverwahrung

Er muss sich für zwei Taten verantworten. Nachdem die öffentliche Suche nach dem 24-Jährigen gestartet war, hat sich eine weitere, erst 16 Jahre alte, mutmaßliche Geschädigte bei der Polizei in Unna gemeldet. 

Der Tatverdächtige war bereits 2012 zu einer Jugendstrafe für eine Vergewaltigung verurteilt worden, das bestätigte Staatsanwalt Henner Kruse. Er sei bereits Kurs-Proband in einem Programm für rückfallgefährdete Sexualstraftäter gewesen.

Dem Tatverdächtigen droht nach der Haft von maximal 15 Jahren außerdem Sicherheitsverwahrung. Der Fall liegt nun dem Landgericht Dortmund vor.

"Das Verfahren ist noch nicht eröffnet und noch nicht terminiert", erklärte Richter Dr. Thomas Jungkamp. Es befindet sich in der Vorprüfung. Voraussichtlich findet es zu Beginn des kommenden Jahres statt.

Quelle: wa.de

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