Urteil: Inlineskaterin mitschuldig an Unfall

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Symbolbild

HAMM - Auch für Inlineskater gelten Verkehrsregeln: Eine Inlineskaterin, die in einer Linkskurve auf der Gegenfahrbahn mit einem Auto zusammenprallte, trägt erhebliche Mitschuld an dem Unfall. Das teilte das OLG Hamm am Dienstag mit.

Ein Autofahrer hatte vergeblich versucht der Inlineskaterin aus Schloss Holte-Stukenbrock im Kreis Gütersloh auszuweichen, als diese ihm in einer nicht einsehbaren Kurve auf seiner Fahrbahn entgegenkam.

Sie verletzte sich schwer und forderte Schadenersatz in Höhe von 120.000 Euro. Laut dem jetzt bekanntgegeben Urteil vom 18. Juni trägt die Frau jedoch eine 75-prozentige Mitschuld an dem Unfallhergang.

Als Inlineskaterin hätten für sie die Vorschriften des Fußgängerverkehrs gegolten. Demnach hätte sie grundsätzlich außerhalb der Ortschaft den linken Fahrbahnrand nutzen können, nicht jedoch die Fahrbahnmitte. Vor der schlecht einsehbaren Kurve hätte sie ihre Rollschuhe entweder abschnallen oder rechtzeitig zum rechten Fahrbahnrand wechseln müssen.

Überhöhte Geschwindigkeit oder eine Fehlreaktion des Autofahrers seien nicht feststellbar gewesen. Wie viel Geld ihr nun zusteht, muss nun das Landgericht Bielefeld klären. - dpa

Quelle: wa.de

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