Er meldete sich selbst bei der Polizei

Nach tödlichem Unfall: Soester Porsche-Fahrer schweigt in seiner Vernehmung

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Die Unfallstelle zwischen Sundern und Balve.

Sundern/Balve - War es wirklich ein illegales Autorennen, das dem tödlichen Unfall zwischen Sundern und Balve vorausging? Dass sich der 57-jährige Soester als zweiter mutmaßlich Beteiligter bei der Polizei meldete, brachte noch keine Antwort auf diese Frage. Gegenüber den Ermittlern schwieg er. 

"Es gibt noch keine neuen Erkenntnisse, wir ermitteln weiter", erklärte Sebastian Held, Pressesprecher der Polizei im Hochsauerlandkreis. Die Ermittlungen ergaben, dass sich ein Fahrer aus Soest in seinem Porsche und ein Mann aus Hemer in seinem Audi am Mittwochabend im Streckenverlauf auf der B229 gegenseitig überholten.

Audi-Fahrer aus Hemer war betrunken

Der Audi kollidierte schließlich bei einem Überholmanöver mit einem entgegenkommenden VW Golf. Dessen Insassen erlitten schwerste - teils lebensgefährliche - Verletzungen. Eine 70-jährige Frau aus Sundern starb noch an der Unfallstelle.

Schwerer Verkehrsunfall zwischen Balve und Sundern

Der 41-jährige Audi-Fahrer wurde leicht verletzt. Er war betrunken, hatte nach Angaben der Polizei einen Wert von über einem Promille Alkohol im Blut.

Soester meldet sich selbst bei der Polizei

Vom Porsche-Fahrer aus Soest fehlte zunächst jede Spur: "Er hatte am Ende des Tages mitbekommen, dass wir nach ihm suchten, wohlgemerkt als Zeugen. Wir wussten ja zunächst nicht, in wieweit er am Unfall beteiligt war. Er meldete sich dann bei der Polizei", erklärte Polizei-Sprecher Held. Bei seiner Vernehmung schwieg der Soester, machte keine weiteren Angaben.

"Wir hoffen, dass sie alle wieder fit werden"

Gegen ihn und gegen den Mann aus Hemer wird weiter ermittelt. Im Raum stehen die Vorwürfe der fahrlässigen Tötung, der Gefährdung des Straßenverkehrs und die Teilnahme an einem verbotenen Autorennen. Zum Gesundheitszustand der Schwerverletzten gebe es ebenfalls noch keine neuen Erkenntnisse. "Wir hoffen, dass sie alle wieder fit werden", sagte Sebastian Held.

Quelle: wa.de

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