Tarifabschluss kostet die Kommunen viel Geld

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DÜSSELDORF - Nach der Tarifeinigung im öffentlichen Dienst müssen die Städte und Gemeinde in Nordrhein-Westfalen in den nächsten zwei Jahren rund 1,5 Milliarden Euro mehr für Personal einplanen. Im Tarifstreit hatten sich beide Seiten am Dienstag auf einen Anstieg des Monatsgehaltes von drei Prozent geeinigt.

Nach Berechnungen des Kommunalen Arbeitgeberverbandes (KAV) Nordrhein-Westfalen arbeiten ein Fünftel der 2,1 Millionen Angestellten von Bund und Kommunen in NRW. Rückwirkend zum 1. März steigen ihre Monatsgehälter um drei Prozent, mindestens aber um 90 Euro. Im kommenden Jahr gibt es nochmals 2,4 Prozent mehr.

Umgerechnet bedeute das Mehrkosten von rund 500 Millionen Euro im Jahr 2014 und einer Milliarde Euro im kommenden Jahr, wie ein KAV-Sprecher am Mittwoch bestätigte.

Für Münster in Westfalen mit rund 4500 Angestellten ist das ein Plus bei den Personalkosten von 4,1 Millionen Euro im laufenden Jahr und 7,5 Millionen Euro für 2015. "Wir hatten vorsorglich mit 2,3 beziehungsweise 5,4 Millionen Euro gerechnet", sagte Stadtrat Wolfgang Heuer am Dienstag. Er begrüßte die schnelle Einigung der Tarifpartner, betont aber auch, dass nach dem Abschluss im Jahr 2012 bereits zum zweiten Mal in Folge "ordentlich erhöht worden ist".

Die Stadt Mönchengladbach muss Mehrausgaben für 2014 von rund 3,3 Millionen und für 2015 von rund 6,1 Millionen Euro schultern. - dpa

Quelle: wa.de

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