Vier Menschen verletzt, zwei davon schwer

A2 nach Karambolage stundenlang gesperrt - eine Person flüchtet offenbar vom Unfallort

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Nach dem schweren Unfall auf der A2 mit mehreren Verletzten dauerten die Unfallaufnahme und die Bergungsarbeiten bis zum Montagmorgen.

[Update, 11.44 Uhr] Herzebrock-Clarholz/Oelde - Schwerer Verkehrsunfall auf der A2: Am späten Sonntagabend sind bei einem Unfall mit mehreren Fahrzeugen vier Personen teils schwer verletzt worden. Die Autobahn musste bis zum Montagmorgen gesperrt werden. Ein Unfallbeteiligter ist flüchtig. Die Polizei sucht nach Zeugen.

Bei dem schweren Unfall auf der A2 in der Nacht zu Montag zwischen Herzebrock-Clarholz und Oelde sind nach Angaben der Polizei vier Personen verletzt worden, zwei von ihnen schwer. Die A2 musste in Fahrtrichtung Dortmund mehr als sechseinhalb Stunden voll gesperrt werden.

Vor Ort waren ein Opel Corsa, ein VW Eos sowie ein Opel Vivaro-Transporter zum Teil völlig zerstört, der Löschzug Oelde rückte am Sonntagabend um kurz nach 23 Uhr mit rund 35 Einsatzkräften aus.

Nach den ersten Notrufen rückten auch Notärzte aus Oelde und Rheda-Wiedenbrück aus, ferner Rettungswagen aus den beiden Städten sowie aus Beckum und Rietberg. 

Aufgrund der zu erwartenden Vielzahl von Betroffenen war ein Massenanfall von Verletzten ausgelöst worden, so dass auch der Organisationsleiter Rettungsdienst sowie der Leitende Notarzt zu der Unfallstelle eilten. 

Ermittlungen zum Unfallhergang

Nach ersten Ermittlungen der Autobahnpolizei Bielefeld war die Fahrerin eines VW Eos (23) aus Uelzen mit ihrem 20-jährigen Beifahrer in Fahrtrichtung Dortmund unterwegs. Etwa zwei Kilometer hinter dem Parkplatz Marburg berührten sich der VW und ein weiteres Fahrzeug den Angaben zufolge bei voller Fahrt. Der Eos blieb anschließend unbeleuchtet auf der Fahrbahn stehen.

Mehrere Fahrzeuge konnten rechtzeitig angehalten werden, die Fahrer schalteten zur Absicherung der Unfallstelle ihre Warnblinklichter an. Das andere beteiligte - noch unbekannte - Fahrzeug fuhr unvermittelt weiter. 

Dieses und zwei weitere Fahrzeuge wurden durch den Unfall stark beschädigt.

Der Fahrer eines mit acht Menschen besetzter Kleinbus (Opel Vivaro) aus Polen erkannte die Situation offenbar zu spät, der Transporter touchierte den Volkswagen, schleuderte quer über die drei Fahrstreifen und prallte anschließend in die mittlere Leitplanke. Von dort aus schleuderte er wieder zurück und blieb schließlich entgegengesetzt der Fahrtrichtung auf dem Standstreifen stehen. 

Ferner konnte auch eine 43-Jährige Autofahrerin aus Essen ihren Opel Corsa, in dem auch ihr 14-jähriger Sohn auf dem Beifahrersitz saß, dem Eos nicht mehr ausweichen und schleuderte in den schwarzen Wagen. Durch die Wucht des Zusammenpralls wurden der VW Eos sowie der Opel Corsa völlig zerstört, an dem Kleinbus entstanden erhebliche Schäden. 

Polizei sucht dringend Zeugen

Für die umfangreiche Spurensicherung musste die Autobahn komplett gesperrt werden. Der Verkehr wurde an der Anschlußstelle Herzebrock-Clarholz zunächst von der Autobahnpolizei und später von Mitarbeitern der Autobahnmeisterei abgeleitet. Erst gegen 2 Uhr konnten die Oelder Feuerwehrleute wieder einrücken, gegen 3.30 Uhr wurde zum Ausleuchten und für das Anfertigen von Übersichtsbildern die Drehleiter des Löschzuges Rheda alarmiert. Erst gegen 5.30 Uhr wurde die Vollsperrung aufgehoben. 

Der Verkehr hatte sich zunächst auf einer Länge von etwa drei Kilometern bis zur Anschlussstelle zurückgestaut. In der Nacht kam es vor der Ableitung zu keinen nennenswerten Behinderungen. Die Autobahnpolizei Bielefeld (0521/545-0) sucht dringend Zeugen, die Angaben zu dem Unfallhergang und zu dem geflüchteten Fahrer machen können.

Quelle: wa.de

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