Nach Fukushima: NRW will Jodtabletten im Land lagern

DÜSSELDORF - Als Folge der Reaktorkatastrophe von Fukushima will Nordrhein-Westfalen sein Jodtabletten-Kontingent aus den Bundeslagern ins Land holen.

Die Tabletten sollen im Ernstfall vor Ort und damit schneller verfügbar sein, sagte die Sprecherin des Innenministeriums Claudia Roth am Montag. Die Maßnahme sei eine Konsequenz aus der Atomkatastrophe von Fukushima. "Danach hat man überlegt, was kann man in einem Schadensfall machen, um Abläufe schneller zu gestalten und zu reagieren", sagte Roth. Jodtabletten sollen bei einer reaktiven Verseuchung vor Schilddrüsenkrebs schützen.

Die Jodtabletten sollen "lokal" gelagert werden. Die Kommunen würden in den bereits laufenden Gesprächen informiert. Außerdem beschaffe das Land neue Dekontaminationsbehälter, mit denen Menschen und Fahrzeuge von Verunreinigungen befreit werden können. "Ziel ist es, dass in allen Kreisen und kreisfreien Städten Nordrhein-Westfalens jeweils ein solcher Behälter verfügbar ist."

Die Maßnahmen stünden in keine Zusammenhang mit der Diskussion um das Kernkraftwerk im belgischen Tihange bei Lüttich, 70 Kilometer von der Landesgrenze entfernt. Ein Kraftwerksblock wird auf mögliche Schäden untersucht, nachdem an einem baugleichen Block des Kernkraftwerks Doel bei Antwerpen Risse festgestellt worden waren. Dieser Block ist bis mindestens Ende November stillgelegt. - lnw

Quelle: wa.de

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