Nach Beinahe-Kollision von ICE und Lkw

Polizei findet Fahrzeug und ermittelt Fahrer aus Kamen

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Trotz des Rotlichts war der Schausteller aus Kamen mit seinem Lkw weitergefahren, ehe sich die Schranken mit dem Anhänger verhakten. Beinahe wäre es zur Kollision mit einem ICE gekommen

KAMEN/BÖNEN - Nach dem Beinahe-Unglück auf dem Bahnübergang Schillerstraße im Kamener Ortsteil Heeren-Werve am vergangenen Freitag, als ein Intercity-Express (ICE) fast einen Schausteller-Lkw gerammt hätte, sind das entsprechende Kirmesfahrzeug gefunden und der Fahrer ermittelt worden.

Wie die Polizei am Mittwochvormittag mitteilte, brachten Hinweise aus der Bevölkerung die Ermittlungen zum Erfolg. So wurde das betroffene Fahrzeug am Dienstag, 22. Juli, in Bönen-Nordbögge aufgefunden.

"Auch der Fahrer, ein 66-jähriger Schausteller aus Kamen, konnte ermittelt werden. Die weiteren Untersuchungen zur Unfallflucht und zum Gefährlichen Eingriff in den Bahnverkehr dauern derzeit noch an", heißt es von der Kreispolizeibehörde Unna.

Zwei Männer aus Unna (56) und Fröndenberg (47) hatten am Freitag, 18. Juli, gegen 15.30 Uhr an dem Bahnübergang mit ihrem mutigen, aber auch lebensgefährlichen Handeln die Kollision des ICE mit dem Lastwagen verhindert.

Die Männer erfassten die Situation richtig, in der sich die Schranken schlossen, als der Schausteller-Lkw samt Kirmesbude auf dem Anhänger noch über die Schienen des Streckenabschnitts zwischen Unna und Bönen rollte.

Die Schranken verhakten sich mit dem Anhänger. Erst die Männer, die die Schranke mit Muskelkraft anhoben, sorgten dafür, dass der Lastwagen frei kam und gerade noch rechtzeitig vom Bahnübergang fahren konnte.

Der ICE raste wenige Sekunden später vorbei, verletzt wurde dabei niemand. - ecke

Quelle: wa.de

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